Internationales kulturfest 2018

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Internationales Kulturfest 2018

Super Stimmung herrschte am Samstag, dem 5. Mai 2018, beim Internationalen Kulturfest, zu dem der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen im Rahmen der Interkulturellen und Interreligiösen Wochen 2018 in die Aula des Schyren-Gymnasiums eingeladen hatte. Mitreißende Tänze und Lieder beeindruckten das Publikum und weckten vor allem bei den syrischen Zuschauern viele Emotionen.

Der Syrische Friedenschor aus München berührte die Zuhörer mit arabischen und deutschen Liedern, die von Heimat und besseren Zeiten, von schönen Städten, die heute größtenteils zerstört sind, und vor allem von der Hoffnung auf Frieden erzählten. Auch wer die Sprache nicht verstand, spürte die Sehnsucht, und bei der „Ode an die Freude“ und der Zeile „Alle Menschen werden Brüder“ flossen sogar Tränen. Zum Abschluss wurde aber vor allem die Lebensfreude deutlich, als Ahmad Abbas, der Gründer und Leiter des Friedenschores, zum Mitsingen und Tanzen einlud, und sofort etliche Zuhörer mit auf der Bühne tanzten.


Friedenschor1.jpg Abschlusstanz.JPG alle Fotos E. Steinbüchler

Syrischer Friedenschor und zum Abschluss ein gemeinsamer Tanz auf der Bühne


„Damaskus – München“, „Aleppo – München“, „Palmyra – München“: Die Aufschriften auf den T-Shirts der Sänger und Musiker zeigen in deutscher und arabischer Sprache, woher die jungen Männer kommen und wo sie jetzt leben: Sie sind alle aus ihrer Heimat Syrien nach Deutschland geflüchtet und leben in Asylbewerberheimen in München. Musikalisch begleitet wurden die Sänger mit Keyboard und Darbuka (arabische Bechertrommel), Gitarre und Oud (Kurzhalslaute). Mit dabei war auch ein achtjähriger Junge im Rollstuhl – der kleine Bruder von einem der Chorsänger und ebenfalls ein Kriegsflüchtling, der übers Mittelmeer nach Europa gekommen ist.


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Tanzgruppe Sali Çekaj und jüngste Tanzmitglieder


Zum Auftakt der Veranstaltung tanzte die Kinder- und Jugendtanzgruppe des albanisch-deutschen Kulturvereins Sali Çekaj in ihren schönen albanischen Trachten. Die Gruppe wird seit über zehn Jahren von Shemsi Haziri geleitet und tritt – mit immer wieder neuen Nachwuchstänzerinnen und -tänzern - bereits seit den ersten Interkulturellen Wochen im Jahr 2008 immer wieder auf.


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Tänzerin Mouna Sabbagh


Viel Applaus gab es auch für die Tänzerin Mouna Sabbagh, die aus Syrien stammt, aber schon als Kind mit ihrer Familie nach Deutschland gekommen ist. Sie lebt mit ihrem Mann in Passau, arbeitet dort als Tanzlehrerin sowie auch als Integrationsberaterin der Caritas und versteht sich als Brückenbauerin zwischen den Kulturen. Sie präsentierte orientalischen Tanz zu klassischen syrischen Musikstücken.


Samba3.JPG Faechertanz2.jpg Tanzende-perlen.JPG Taenzerinnen-tanzstudio-scherg.jpg Francesca Gruteser, Elena, "Die Tanzenden Perlen", Nachwuchsgruppe "Alimah“


Orientalisch und brasilianisch, Hiphop, Saidi und Samba, Bauch- und Fächertanz: Das Repertoire des Tanzstudios Scherg hat einiges zu bieten. Die „Tanzenden Perlen“ und die Nachwuchsgruppe „Alimah“ begeisterten das Publikum ebenso wie die beiden Solistinnen Francesca Gruteser mit ihrer temperamentvollen Samba-Oriental-Fusion und die Solistin Elena mit einem ausdrucksstarken Fächertanz.


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Ein reichhaltiges Buffet


Moderiert wurde das Kulturfest von Sepp Steinbüchler, dem Vorsitzenden des Internationalen Kulturvereins. Er bedankte sich herzlich bei allen Mitwirkenden sowie auch bei den vielen Helferinnen und Helfern im Hintergrund. In der Pause gab es ein großes internationales Buffet, für das die Frauen der arabischen Gruppe A Sayel, der türkisch-islamischen Gemeinde DiTiB und des albanisch-deutschen Kulturvereins Sali Çekaj sowie auch einige deutsche Frauen gekocht und gebacken hatten. Das Essen gab es kostenlos, aber durch Spenden kam ein Erlös von 600 Euro zusammen, der nun an die Jasmin-Hilfe geht, die sich um syrische Kinder in den Flüchtlingslagern im Libanon kümmert.