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Arbeitskreis (AK) Christlich Islamischer Dialog und Internationaler Kulturverein feiern Jubiläum

Zwei Jubiläen wurden bei der Eröffnung der Interkulturellen und Interregligiösen Wochen 2014 gefeiert: Seit zehn Jahren gibt es den Arbeitskreis „Christlich-Islamischer Dialog“ in Pfaffenhofen und vor genau fünf Jahren wurde der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen e.V. gegründet. Beide Gremien werden von Pastoralreferent Sepp Steinbüchler geleitet, und er ging in seiner Ansprache auf die Entstehung der interkulturellen und interreligiösen Arbeit in Pfaffenhofen ein. Einige besonders aktive Mitarbeiter im AK sowie die Gründungsmitglieder des Kulturvereins bat Steinbüchler auf die Bühne und bedankte sich bei diesen „Brückenbauern zwischen den Kulturen“ mit einem symbolträchtigen Bild der Erfurter Krämerbrücke.

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Über das Kommen von zwei Ehrengästen freute Sepp Steinbüchler sich ganz besonders: Rainer B. Nowak vertrat seine Mutter Gülten Nowak, die vor zehn Jahren mit einer Einladung zum türkischen Kermesfest den ersten Kontakt zwischen der katholischen Stadtpfarrei und der türkisch-islamischen Gemeinde DiTiB geknüpft hatte. Und Osman Uzun, der bis 2008 als islamischer Religionslehrer an Pfaffenhofener Schulen tätig war und damals auch im Arbeitskreis Christlich-Islamischer Dialog eine wichtige Rolle spielte, war mit seiner Frau eigens aus der Türkei angereist.

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Als weitere Mitglieder des AK Christlich-Islamischer Dialog wurden folgende Personen geehrt: Recep Bal, Maria Böswirth, Erol Demirci, Manfred Eibisch, Aysel Erdem, Hannelore Fallmann, Reinhard Haiplik, Claudia Johannsen, Dina Lesser, Hakan Özdemir, Renate Popp, Birgit Riesenbeck, Christoph Schäfer, Ali Tekin, Maria Yu, Kablan Zeckai.

Ebenfalls ein kleines „Brücken“-Geschenk gab es für die Gründungsmitglieder des Internationalen Kulturvereins: Recep Bal, Tatjana Beiz, Emilie Bergmeister, Maria Böswirth, Manfred Büttner, Thi-Hanh Dang, Aysel Erdem, Hannelore Fallmann, Osman Ferizi, Brigitte und Hans Gessler, Johannes Gold, Reinhard Haiplik, Shemsi Haziri, Seyfettin Kilic, Shaban Mulji, Oanh Nguyen, Sonja Preller, Birgit Riesenbeck, Christine Rist, Christel Schmitt-Motzkus, Holger Schwarzer, Mustaf Shala, Volker Stagge, Elisabeth und Sepp Steinbüchler, Elisabeth Wieczorek, Heike Wörner und Maria Yu. Im Namen aller Mitglieder bedankte sich Hans-Günter Gessler bei Sepp Steinbüchler, dem Initiator und Motor der interkulturellen und interreligiösen Arbeit in Pfaffenhofen, für sein Engagement. Steinbüchler erinnerte an viele Aktivitäten und Projekte der vergangenen Jahre. Er nannte z.B. die mittlerweile regelmäßigen Veranstaltungen wie den Tisch der Religionen oder auch das Bildungsprojekt für Grundschüler mit Sprachproblemen, das „Dutzenden von Kindern die Tür geöffnet hat zu Realschule oder Gymnasium“. Die momentan größte Herausforderung, so Steinbüchler, sei die steigende Zahl von Asylbewerbern, um die sich der Arbeitskreis Asyl unter dem Dach des Internationalen Kulturvereins mit über 30 ehrenamtlichen Mitgliedern kümmert.

Bei den ersten Interkulturellen und Interreligiösen Wochen 2008, so erinnerte Sepp Steinbüchler, sei der Arbeitskreis Christlich-Islamischer Dialog an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gestoßen. Daher habe er damals den Internationalen Kulturverein Pfaffenhofen gegründet, um die ehrenamtliche Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen. Mittlerweile sei aber auch hier das Limit erreicht oder bereits überschritten, betonte Steinbüchler. Schließlich gebe es immer mehr Migranten in Pfaffenhofen und die Zahl der Asylbewerber werde weiter steigen. Rund 2500 ausländische Mitbürger leben derzeit in der Kreisstadt, das sind zehn Prozent der Bevölkerung, und insgesamt ist die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund mindestens doppelt so hoch, sie liegt also bei über 5000. „Da stoßen die Möglichkeiten des Internationalen Kulturvereins an ihre Grenzen. So kann es nicht weitergehen!“ richtete sich Sepp Steinbüchler ganz direkt an die Verantwortlichen in Stadt und Landkreis sowie in den Kirchen.