MV2011

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Mitgliederversammlung mit Neuwahl des Vorstands und Beirats am 21.11.2011

Nach dem Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden gab Aysel Erdem einen Überblick über die Einnahmen und Ausgaben des Vereins. Hans-Günter Gessler berichtete über den Arbeitskreis Bildung im Kulturverein und sein Projekt zur Sprachförderung von Migrantenkindern, für das der Verein vor kurzem eine Urkunde zum Integrationspreis der Regierung von Oberbayern erhalten hatte. Manfred Büttner, der die Homepage des Vereins im Internet pflegt, konnte ein Projekt “Bildungsspender“ empfehlen, bei dem man für den Internationalen Kulturverein spenden kann, ohne extra Geld zu bezahlen.

Sepp Steinbüchler dankte seinen Vorstandskollegen und vielen weiteren Mitarbeitern für ihre Unterstützung und ihre Arbeit in den letzten Monaten. Bevor er die Leitung der Versammlung für die Neuwahlen abgab, stellte er zwei neue Mitglieder des Kulturvereins vor: Die Sozialpädagogin Kathrin Maier leitet bei der Stadtverwaltung das neue Sachgebiet „Familie und Soziales“. Und Ebrem Şükrü ist als neuer Imam der türkisch-islamischen Gemeinde DiTiB für zwei Jahre aus der Türkei nach Pfaffenhofen gekommen.

Auch zwei Gäste konnte der Kulturverein begrüßen: Manfred „Mensch“ Mayer lud den Verein zur Mitgestaltung der nächsten „Nacht der Kunst“ ein, die voraussichtlich Anfang Juli 2012 stattfinden soll. Und Anna-Elisabeth Mayr erzählte von ihrer Idee, auf einem Grundstück in Niederscheyern einen Interkulturellen Garten anzulegen. Sepp Steinbüchler signalisierte prinzipiell großes Interesse, sprach sich aber für die Einbindung eines Interkulturellen Gartens in die Planung der „Natur in der Stadt“ ein, um ihn mehr ins Zentrum der Stadt zu rücken.


Auf der Mitgliederversammlung vorgestellte weitete Planungen

Die Interkulturellen und Interreligiösen Wochen, die der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen fürs Frühjahr 2011 geplant hatte und die wegen einer schweren Erkrankung des Vorsitzenden Sepp Steinbüchler nicht hatten stattfinden können, wird es auch 2012 nicht geben. Wohl aber wird eine Reihe von Einzelveranstaltungen durchgeführt, die interkulturelle Höhepunkte setzen. Bei diesen Interkulturellen und Interreligiösen Tagen ist an erster Stelle ein arabisch-jüdischer Tanz- und Musikabend der Münchener Gruppe „Salam Shalom“ zu nennen, der mit Musik und Tanz am 19. Mai 2012 in der Aula der Hauptschule Pfaffenhofen ein Zeichen für Frieden und Völkerverständigung setzen will – und das auf höchst unterhaltsame und mitreißende Art. Hier werden jüdische Klezmer-Musik und orientalische Klänge kombiniert und die beiden Tänzerinnen Nirit Sommerfeld (bekannt durch „Klezmorim“) und Mouna Sabbagh wollen zeigen, wie der palästinensisch-israelische Konflikt zumindest musikalisch gelöst werden kann.

Eine andere Veranstaltung wird der 6. Tisch der Religionen ein, zu dem diesmal die buddhistische Gruppe Pfaffenhofen einlädt. Der Tisch der Religionen, so erläuterte Sepp Steinbüchler in seinem Tätigkeitsbericht, hat seit 2008 bereits fünfmal stattgefunden, jeweils organisiert von einer anderen Kirche bzw. religiösen Gruppe und unterstützt vom Internationalen Kulturverein. Aufgrund seiner Erkrankung , so führte Steinbüchler aus, hatten zwar die Interkulturellen Wochen im Frühjahr 2011 nicht stattfinden können, doch einige Veranstaltungen, wie die Internationalen Kulturfilme oder die Kochkurse waren erfolgreich gelaufen. Und auch an der 1. Pfaffenhofener Ehrenamtsmesse Anfang Oktober hatte sich der Internationale Kulturverein beteiligt.

Ein Schwerpunkt der Arbeit des Internationalen Kulturvereins liegt auf der Unterstützung von Migranten und hier kommt der Sprachförderung besondere Bedeutung zu. So geht auch die Einstellung von Fachkräften für Sprachförderung in den Pfaffenhofener Kindertagesstätten, die vom Bundesbildungsministerium finanziert werden, auf eine Initiative des Kulturvereins zurück.

Ein anderes Thema, das den Internationalen Kulturverein seit seiner Gründung immer wieder beschäftigt, sind die Pläne des Vereins DiTiB für den Bau einer Moschee in Pfaffenhofen. Wie Sepp Steinbüchler erläuterte, haben die Mitglieder des Arbeitskreises Christlich-Islameischer Dialog inzwischen Kulturzentren und Moscheen in anderen bayerischen Städten besucht, „um zu sehen, wie dort Integration funktioniert“. In Pfaffenhofen, so Steinbüchler weiter, hat sich der geplante Moscheebau an der Hochstraße, in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs, mittlerweile zerschlagen. Ein anderes Grundstück wurde aber bereits gefunden und voraussichtlich Anfang 2012 werden die Verhandlungen so weit sein, dass die Öffentlichkeit über den neuen Standort und die Planungen informiert werden kann.


Neuwahlen beim Internationalen Kulturverein

Zwei Jahre nach seiner Gründung standen beim Internationalen Kulturverein Pfaffenhofen jetzt zum ersten Mal Neuwahlen an. Die Mitglieder scheinen zufrieden zu sein mit ihren Funktionären, denn der Vorsitzende Sepp Steinbüchler wurde einstimmig wiedergewählt und auch die übrigen Vorstandsmitglieder Hans-Günter Gessler, Aysel Erdem, Shemsi Haziri und Manfred Büttner wurden fast durchweg einstimmig bestätigt. Kraft Amtes gehört weiterhin der Integrationsbeauftragte der Stadt Pfaffenhofen, Reinhard Haiplik, dem Vorstand an. Verzichten muss die Vereinsführung in Zukunft allerdings auf Oanh Nguyen, die Leiterin der Ländergruppe Asien, die aus persönlichen Gründen ihr Amt im Vorstand niederlegen musste, in ihrer Ländergruppe aber weiter arbeitet. Als ihre Nachfolgerin im Vorstand des Kulturvereins wurde Marita Emrich gewählt. Die selbstständige Programmiererin stammt aus Rumänien und lebt seit 20 Jahren in Pfaffenhofen.

ab 21.11.2011 Vorstand des IKVP, Foto: E. Steinbüchler (c)

Foto: Seit 21.11.2011 der neue Vorstand des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen
(von links): Reinhard Haiplik, Manfred Büttner, Hans-Günter Gessler, Shemsi Haziri,
Aysel Erdem, Sepp Steinbüchler und Marita Emrich.
Foto: E. Steinbüchler (c)


Auch den Beirat und die Kassenprüfer galt es zu wählen und die Kassenprüfung übernahmen wieder Maria Yu und Renate Popp. Mitglieder des Beirats sind: Recep Bal (Türkisch-Islamische Gemeinde DiTiB), Mustaf Shala (Albanisch-Deutscher Kulturverein Sali Çekaj), Oanh Nguyen (Asiengruppe), Hans-Günter Gessler (Arbeitskreis Bildung), Heike Wörner (AK Kindergärten), Pfarrer Holger Schwarzer (AK Christlich-Islamischer Dialog), Christel Schmitt-Motzkus (Migrationsberatung der Caritas), Peter Sauer (vhs), Emilie Bergmeister (KEB), Hannelore Fallmann (evangelisch-lutherische Gemeinde), Wolfgang Böhm (neuapostolische Kirche), Kathrin Maier, (Leiterin des Sachgebiets „Familie und Soziales“ bei der Stadt Pfaffenhofen) und Sonja Preller.