MV2013

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Mitgliederversammlung am 29.04.2013

Völlig reibungslos ging die sehr gut besuchte Mitgliederversammlung des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen im Hofbergsaal über die Bühne. Die Wiederwahl des Vorstands verlief komplikationslos (siehe extra Bericht unten) und auch bei den anstehenden Themen gab es Übereinstimmung.

In seinem Rechenschaftsbericht nannte Sepp Steinbüchler mehrere Schwerpunkte. Da waren zum einen die Interkulturellen und Interreligiösen Tage 2012 mit (u.a.) der von Carine Raskin-Sander organisierten Ausstellung „Die Kunst deines Nachbarn“, dem „Tisch der Religionen“ im buddhistischen Zentrum Waidhofen und dem jüdisch-arabischen Abend „Salam Shalom“ als absolutem Höhepunkt.

Ein anderer Schwerpunkt, der immer mehr Gewicht bekommt, war Ende 2012 die Gründung des Arbeitskreises Asyl, um die im Raum Pfaffenhofen untergebrachten Asylbewerber zu unterstützen. Ein großes Dankeschön richtete Sepp Steinbüchler an Sabine Rieger, die sich schon von Anfang an um die Asylbewerber gekümmert hat und jetzt auch in der Leitung des Arbeitskreises Asyl mitarbeitet, in dem mittlerweile mehr als 25 Ehrenamtliche aktiv sind.

Die neue Internet-und E-Mail-Adresse des Vereins gab Manfred Büttner bekannt: wer den Verein kontaktieren will, wendet sich an info(at)ikvp-paf.de.

Über das Förderprojekt für Schüler mit Migrationshintergrund an der Schnittstelle Grundschule-weiterführende Schulen berichtete Hans-Günter Gessler. Derzeit werden zwölf Schüler hier gezielt in Deutsch und Mathe gefördert, doch es wird überlegt, das Projekt eventuell zu verändern, um mehr Kinder mit einzubeziehen. „Laut Aussage des Landrats gibt es 90 Kinder im Landkreis Pfaffenhofen, die wegen mangelnder Deutschkenntnisse dem normalen Schulunterricht nicht folgen können!“ Sepp Steinbüchler berichtete von einem Projekt in Neuburg/Donau, bei dem diese Kinder gezielten Ganztagsunterricht erhalten, bis ein normaler Schulbesuch für sie möglich ist: „Das sollen wir eventuell übernehmen – aber das muss im Einvernehmen mit dem Landkreis, dem Schulamt und den Schulen angepackt werden.“

Andere Projekte, die der Internationale Kulturverein gerade in Arbeit hat, sind die Suche nach neuen Probenräumen für die Kinder-und Jugendtanzgruppe des albanisch-deutschen Kulturverein Sali Cekaj und die Vorbereitung der Interkulturellen und Interreligiösen Wochen 2014. Sepp Steinbüchler konnte bereits einen ersten Überblick über geplante Veranstaltungen für 2014 geben , verwies aber vor allem auf das Vorbereitungstreffen am 17. Juni um 19.30 Uhr im Hofbergsaal.


InterKulturGarten

Über den aktuellen Stand der Dinge zum „InterKulturGarten“ am ehemaligen Bunker-Gelände, der mit Blick auf die Gartenschau Pfaffenhofen 2017 gestaltet wird, berichteten Manfred „Mensch“ Mayer und Brigitte Beckenbauer.

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Demnach gibt es zwar noch einige grundsätzliche Fragen zu klären, aber eine Reihe von Vereinen und Gruppierungen ist bereits aktiv geworden. Weitere Interessenten können sich informieren unter Tel. 08441/72023 oder 5353.

Mehr Infos dazu auf PAFundDU.


Moscheebau

Moscheebau nur Randthema bei der Mitgliederversammlung

Die derzeit in der Öffentlichkeit viel diskutierte Planung der neuen Moschee mit Kulturzentrum an der Hohenwarter Straße wurde in der Mitgliederversammlung des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen eigentlich nur am Rande erwähnt. Denn auch hier waren sich die Mitglieder einig: Der Kulturverein wird den Christlich-Islamischen Dialog fortsetzen und auch mit seinem „Arbeitskreis Moschee“ die türkisch-islamische Gemeinde DiTiB Pfaffenhofen weiter unterstützen.

„Wir können DiTiB zu dieser Moschee-Planung und dem Konzept nur gratulieren – und auch zu der Spendenbereitschaft in ihrer Gemeinde“, betonte der Vorsitzende Sepp Steinbüchler . Und er fügte hinzu, der Internationale Kulturverein werde „weiter inhaltlich arbeiten und nicht polemisieren oder polarisieren“. Als Beispiele dafür nannte Steinbüchler zwei Veranstaltungen im Juni, bei denen alle Interessierten herzlich willkommen sind: Am Samstag und Sonntag, 22./23. Juni, lädt DiTiB zum Tag der offenen Moschee und Frühlingsfest (Kermes) in die Gebetsräume an der Kellerstraße ein. Und am Mittwoch, 26. Juni, um 19.30 Uhr spricht Prof. Dr. Stefan Leimgruber von der Uni München im evangelischen Gemeindezentrum über „Die Stellung Jesu im Koran“.

Haiplik appelliert an alle Stadtratskollegen: „Farbe bekennen für den Moschee-Bau!“

Reinhard Haiplik, der Integrationsbeauftragte der Stadt Pfaffenhofen, erklärte, dass der Internationale Kulturverein mittlerweile auch im Stadtrat „eine anerkannte Größe“ sei, die gern unterstützt werde. „Der Stadtrat steht auch hinter dem Moscheebau – mit Ausnahme einer Partei“, meinte Haiplik und wagte einen Vorstoß, zu dem ihn die Kolumne von Volker Bergmeister im Pfaffenhofener Kurier („Volkers Stimme“) angeregt hatte: „Ich möchte, dass alle 30 Stadträte eine Erklärung abgeben, dass sie hinter unseren muslimischen Mitbürgern stehen und den Bau der Moschee befürworten.“ Und Haiplik fuhr fort: „Ich möchte alle Kollegen aufrufen, eindeutig Farbe zu bekennen als Zeichen der Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit!“


Wahl des neuen Vorstands und Beirats

Der neue Vorstand

Der alte Vorstand des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen ist auch der neue: In der Mitgliederversammlung im Hofbergsaal wurde Sepp Steinbüchler einstimmig in seinem Amt als 1. Vorsitzender bestätigt. Und auch seine Stellvertreter Hans-Günter Gessler, Manfred Büttner, Aysel Erdem, Shemsi Haziri und Marita Emrich wurden mit großer Mehrheit wiedergewählt. Kraft Amtes gehört weiterhin der Integrationsbeauftragte der Stadt Pfaffenhofen, Reinhard Haiplik, dem Vorstand an.


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Der wiedergewählte Vorstand des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (von links):
Shemsi Haziri, Aysel Erdem, Hans-Günter Gessler, Sepp Steinbüchler, Manfred Büttner
Marita Emrich und Reinhard Haiplik
Foto: E. Steinbüchler


Der neue Beirat

Auch den Beirat galt es zu wählen und Mitglieder des Beirats sind: Temel Can (Türkisch-Islamische Gemeinde DiTiB), Imer Grajqevci (Albanisch-Deutscher Kulturverein Sali Çekaj), Oanh Nguyen (Asiengruppe), Brigitte Gessler (Arbeitskreis Bildung), Sabine Rieger (AK Asyl), (Kathrin Maier (AK Kindergärten), Pfarrer Holger Schwarzer (AK Christlich-Islamischer Dialog), Christel Schmitt-Motzkus (Migrationsberatung der Caritas), Peter Sauer (vhs), Emilie Bergmeister (KEB), Claudia Ziesing (evangelisch-lutherische Gemeinde), sowie Wolfgang Böhm (neuapostolische Kirche) und Sonja Preller.