Vortrag P. Frido Pflüger SJ

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Vortrag "Verweigerte Gastfreundschaft? Deutschland und seine Flüchtlinge inmitten eines weltweiten Dramas"

Der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) lädt zu einem interessanten und hochaktuellen Vortragsabend ein: Pater Frido Pflüger SJ, der Direktor des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes Deutschland, spricht über „Verweigerte Gastfreundschaft? Deutschland und seine Flüchtlinge inmitten eines weltweiten Dramas". Der Vortrag beginnt am Dienstag, 6. Oktober, um 19.30 Uhr im katholischen Pfarrheim an der Scheyerer Straße. Der Eintritt ist frei.


P. Frido Pflüger, SJ Foto: E. Steinbüchler


Angst vor einer großen Flüchtlingswelle erfasst Europa in den letzten Monaten. Allerdings berührt die weltweite Flucht- und Migrationsbewegung uns nur am Rand. Die meisten der 60 Millionen Menschen, die auf der Flucht sind, fliehen in ebenfalls meist arme Nachbarländer im Nahen Osten oder in Afrika. Die meisten Flüchtlinge wollen zurück in ihre Heimat und nur wenige weiter nach Europa. Dennoch sind es immer noch Tausende, die am Mittelmeer vor der Festung Europa unter humanitär desolaten Lebensbedingungen ausharren und hoffen. Und es sind immer mehr, die bei dieser Flucht ihr Leben verlieren. Europas Sicherheitspolitik schützt Grenzen und nicht Menschen. Die, die es nach Europa schaffen, kämpfen gegen drohende Abschiebung, leiden unter Unsicherheit, Untätigkeit und Perspektivlosigkeit und verlieren wertvolle Lebenszeit mit Nichtstun.

Pater Frido Pflüger kennt aus seiner Arbeit mit dem Jesuiten-Flüchtlingsdienst die Lage in Afrika, im Nahen Osten und in Deutschland und berichtet über seine Erfahrungen. Frido Pflüger (67) stammt aus dem Südschwarzwald und trat nach dem Abitur 1966 in den Jesuitenorden ein. Er studierte Philosophie an der Hochschule der Jesuiten in Pullach, dann Theologie an der Universität Innsbruck und Mathematik und Physik an der Universität Tübingen. 1976 wurde er in München zum Priester geweiht. Ab 1981 war er als Lehrer und Schulleiter in St. Blasien und in Dresden tätig, bis er 2003 eine neue Herausforderung suchte.


P. Frido Pflüger, SJ Foto: E. Steinbüchler


Er ging nach Nord-Uganda, um mit sudanesischen Flüchtlingen zu arbeiten. Dort war er mit der Organisation der Schulen für über 30.000 Flüchtlingskinder betraut. Von 2008 bis 2012 war er Leiter des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes in Ostafrika (Kenia, Uganda, Äthiopien, Sudan und Südsudan) und seit 2012 leitet er den Jesuiten-Flüchtlingsdienst Deutschland in Berlin. Dort ist er auch Mitglied der Härtefallkommission des Landes Berlin.

Nach dem Vortrag besteht Gelegenheit zur Diskussion. Der Eintritt ist frei. Spenden für den Jesuiten-Flüchtlingsdienst sind willkommen.