Startseite Internationaler Kulturverein Pfaffenhofen: Unterschied zwischen den Versionen

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<metadesc> Internationaler Kulturverein Pfaffenhofen, IKVP </metadesc>
 
<metadesc> Internationaler Kulturverein Pfaffenhofen, IKVP </metadesc>
 
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== Gemeinsames Fastenbrechen in der neuen Moschee ==
 
'''Ditib hatte im Ramadan jeden Abend 50 Asylbewerber zu Gast'''
 
  
Da kann man nur sagen: Respekt! Dass die türkisch-islamische Gemeinde Ditib Pfaffenhofen jedes Jahr kurz vor Ende des Ramadan deutsche Gäste zum abendlichen Fastenbrechen einlädt, ist schon seit zehn Jahren gute Tradition. Dass sie aber auch die hier wohnenden Asylbewerber zum gemeinsamen Essen einlädt – und zwar nicht nur einmal, sondern jeden Abend an allen 29 Fastentagen – das ist vorbildliche, gelebte Gastfreundschaft.
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== 2025 ==
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=== Der IKVP hat vorerst keine Geschäftsstelle mehr ===
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Der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) hat vorerst keine Geschäftsstelle mehr. Der Verein musste kurzfristig sein Büro an der Rot-Kreuz-Straße räumen, da das ehemalige Rot-Kreuz-Haus anderweitig vermietet wurde. Das gesamte Inventar hat der IKVP jetzt in einem Lagerraum im Bunker-Verwaltungsgebäude zwischengelagert, bis hoffentlich bald ein neuer Büroraum gefunden wird.
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''Sepp Steinbüchler, die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich und die Umzugshelfer, Mohammad Shafiq Azimi''<br>''und Waldemar Emrich beim Räumen der IKVP-Geschäftsstelle im alten Rot-Kreuz-Haus''<br>''Foto Emrich''
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Traditionell brechen die Muslime im Ramadan ihr tägliches Fasten nach dem Abendgebet mit einem gemeinschaftlichen Mahl, dem Iftar, wie der Ditib-Vorsitzende Recep Bal erläuterte. Die neue Moschee samst Kulturzentrum in der Hohenwarter Straße bietet dafür jetzt die besten räumlichen Voraussetzungen. Seit Beginn des Ramadan am 18. Juni treffen sich hier jeden Abend Ditib-Gemeindemitglieder und immer haben sie rund 50 Asylbewerber zu Gast. Viele in Pfaffenhofen lebende Asylbewerber sind nämlich junge muslimische Männer und die nehmen die Einladung zum gemeinsamen Fastenbrechen nur zu gern an.
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Diese großzügige Gastfreundschaft von Ditib ist natürlich mit Kosten und sehr viel Arbeit verbunden. Eine Gruppe von Frauen bereitet bereits seit dreieinhalb Wochen jeden Abend das Essen für alle zu – werktags für rund 100 Personen, am Wochenende auch schon mal für 250.
 
  
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=== Interessantes Fastenbrechen mit gutem Essen, Gesprächen und vielen Informationen ===
  
[[Bild:fastenbrechen_frauen1-k.JPG|300px | Iftar]]
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Im islamischen Fastenmonat Ramadan treffen sich jeden Abend viele Pfaffenhofener Muslime in der Moschee an der Hohenwarter Straße. Nachdem sie den ganzen Tag gefastet haben, kommen sie nach Sonnenuntergang zum Abendgebet und zum gemeinsamen Essen zusammen. Einige Frauen der türkisch-islamischen Ditib-Gemeinde kochen jeden Tag für dieses abendliche Fastenbrechen, den „Iftar“, und vor allem an den Wochenenden ist dann hier „volles Haus“. [[Fastenbrechen 2025 | ''' (mehr ...)''']]
[[Bild:fastenbrechen_frauen2-k.JPG|300px | Iftar]] <br />
 
  
''Eine fleißige Frauengruppe kocht im Fastenmonat Ramadan jeden Abend fürs Fastenbrechen''<br />
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[[Bild:Fastenbrechen-Essen-2025-k.JPG | 300px]]
''Fotos: E. Steinbüchler''
 
  
  
Am Samstagabend konnte Recep Bal nun auch deutsche Gäste in dem neuen Veranstaltungsraum begrüßen, darunter den 3. Bürgermeister Roland Dörfler, Bezirksrätin Barbara Breher, die auch Grüße des Landrats überbrachte, und Pastoralreferent Sepp Steinbüchler, den Vorsitzenden des Internationalen Kulturvereins und des Arbeitskreises „Christlich-Islamischer Dialog“, der auch in Vertretung von Stadtpfarrer Peter Wagner gekommen war.
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[[#top|↑ nach oben]]
  
Bei der Eröffnung der Moschee vor genau vier Wochen, so berichtete Recep Bal, hatten sich viele Besucher begeistert von dem neuen  Gebäude und vor allem vom wunderschönen Gebetsraum gezeigt. Seitdem gebe es auch sehr viele Anfragen für Führungen, die immer gern angeboten werden.
 
  
Zum ersten Mal, so freute sich der Vorsitzende, konnte nun das gemeinsame Fastenbrechen endlich in würdigen Räumlichkeiten stattfinden, wie es sich die Ditib-Gemeinde ja seit vielen Jahren gewünscht hatte. Er dankte allen, die Ditib auf dem Weg zur Moschee unterstützt hatten, und auch allen, die am Eröffnungstag Solidarität bekundet hatten.
 
  
Die deutschen Gäste freuten sich mit der türkisch-islamischen Gemeinde über die schönen Räume und sie ließen sich das köstliche türkische Essen schmecken, für das sie sich herzlich bei den fleißigen Köchinnen bedankten.
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=== Bronzene Stadtmedaille für Sepp Steinbüchler ===
  
[[Bild:fastenbrechen_essen1-k.JPG|300px | auch deutsche Gäste]] <br />
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Sepp Steinbüchler, der Gründer, langjährige Vorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende des Internationalen Kulturvereins (IKVP), hat eine Stadtmedaille verliehen bekommen. Beim so genannten „Sozialempfang“ am 22. Januar 2025 zeichnete Bürgermeister Thomas Herker elf verdiente Bürgerinnen und Bürger für ihr soziales bzw. kommunalpolitisches Engagement besonders aus.
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[[Bronzene Stadtmedaille für Sepp Steinbüchler | ''' (mehr ...)''']]
  
  
''Die deutschen Gäste ließen sich beim Fastenbrechen das köstliche türkische Essen schmecken''<br />
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[[Bild:Stadtmedaille_Sepp-k.jpg | 200px]]
''Foto: E. Steinbüchler''
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[[#top|↑ nach oben]]
  
Auf große Anerkennung stieß vor allem die tägliche Einladung an die Asylbewerber: „Genau das ist es doch, was Gastfreundschaft ausmacht“, erklärte Sepp Steinbüchler.
 
Viel Zeit für gemeinsame Gespräche blieb während und nach dem Essen allerdings nicht: Erst nach Sonnenuntergang um 21.22 Uhr wurde das Essen aufgetragen und um 22.10 Uhr folgte bereits das abschließende Gebet mit dem Imam Mustafa Aktepe im schönen Gebetsraum, das die deutschen Gäste interessiert mitverfolgten.
 
  
  
'''Information zum Fastenbrechen (Iftar)'''
 
  
Der Fastenmonat Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender und verschiebt sich jedes Jahr um elf Tage nach vorn, sodass er durch alle Jahreszeiten wandert. Während des Ramadan verzichten gläubige Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Speisen und Getränke, Rauchen und Geschlechtsverkehr.
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== 2024 ==
  
Das Fasten im Monat Ramadan stellt eine der fünf Säulen des Islams dar und gehört zu den Hauptpflichten, die ein Muslim als Gottesdienst durchführt. Das Fasten beginnt in der Morgendämmerung, vor dem sogenannten Fadjr-Gebet, und endet mit dem Sonnenuntergang, dem Beginn des Magreb-Gebetes. Nach dem Abendgebet folgt dann das Fastenbrechen als gemeinsames Mahl, genannt Iftar.
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=== Vortragsabend über Klimawandel und Klimagerechtigkeit ===
  
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Mit einem Vortrags- und Diskussionsabend über „Klimawandel und Klimagerechtigkeit“ beendete der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) am 8. November 2024 die diesjährigen Interkulturellen und Interreligiösen Wochen. Zu Gast im Pfaffenhofener Pfarrsaal war dabei der Münchener Theologe und Physiker Georg Sauerwein, der mit vielen Zahlen, Daten und Fakten die globalen und nationalen Probleme und Notwendigkeiten darlegte. Zugleich forderte er aber auch lokale Unternehmen, Verbände und Initiativen zum Handeln auf und nahm letztlich auch jeden Einzelnen in die Pflicht, seinen Lebensstil zu überdenken: „Wir müssen zumindest das Fliegen und den Fleischkonsum reduzieren – da kommen wir nicht drum herum.“
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Ein Beispiel für eine ganz konkrete Initiative vor Ort gab Patricia Kufer, die bereits vor Jahren die Aktion „plastikfrei“ in Pfaffenhofen ins Leben gerufen hat und sich im „Arbeitskreis Schöpfung“ des Pfarrgemeinderates engagiert.
  
[[Bild:fastenbrechen_beten1-k.JPG|300px | Gebet]] <br />
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[[Vortragsabend über Klimawandel und Klimagerechtigkeit | ''' (mehr ...)''']]
  
''Ein Gebet mit Imam Mustafa Aktepe im schönen neuen Gebetsraum der Pfaffenhofener Moschee beendete das Fastenbrechen''<br />
 
''Foto: E. Steinbüchler''
 
  
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[[Bild: klimagerechtigkeit-k.JPG | 400px]]
  
Der Ramadan dauert in diesem Jahr vom 18. Juni bis 16. Juli. Das Ende des Ramadan wird anschließend vom 17. bis 19. Juli mit dem dreitägigen Zuckerfest – dem Id al-Fitr – gefeiert. Dieses Fastenbrechfest steht ganz im Zeichen der Familie und man besucht die Verwandtschaft. Die muslimischen Kinder freuen sich darauf wie andere Kinder auf Weihnachten, denn es gibt Geschenke und viele Süßigkeiten.
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''Im Gespräch über Klimagerechtigkeit und konkrete Maßnahmen ''<br>
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''(von links): Georg Sauerwein, Patricia Kufer, die ''<br>
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''IKVP-Vorsitzende Marita Emrich und Moderator Sepp Steinbüchler.''
  
  
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== Flüchtlinge in Notunterkunft an der Trabrennbahn - momentan keine Hilfe mehr benötigt ==
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=== IKVP-Versammlung mit Rückblick auf Interkulturelle Wochen ===
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Mit den Interkulturellen und Interreligiösen Wochen 2024 samt Jubiläumsfest hat der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) eine interessante und abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe - fast - hinter sich. Fast, weil der Abschluss noch bevorsteht, denn am 8. November 2024 hat der Verein den Theologen, Physiker und Sozialethiker Georg Sauerwein zu Gast. Zu seinem Vortrag über Klimawandel und Klimagerechtigkeit sind alle Interessierten um 19.30 Uhr ins katholische Pfarrheim eingeladen. Der Eintritt ist frei.
  
Danke für die vielen Rückmeldungen!!! Für kommende Woche haben wir auf der Rennbahn erst Mal genug Helfer! Natürlich wird weiter Bedarf bestehen und wir melden uns dann hier wieder!
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Einen Rückblick auf die bisherigen elf Veranstaltungen der Interkulturellen Wochen und eine lange Reihe weiterer Aktivitäten der beiden letzten Jahre gab die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich am 25. Oktober 2024 bei der Mitgliederversammlung im Pfarrsaal. Mehrere AK-Leiter und Beiratsmitglieder berichteten aus ihren Bereichen, und da hatte der Ditib-Vorsitzende Recep Bal gute und schlechte Nachrichten. 
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[[IKVP-Versammlung mit Rückblick auf Interkulturelle Wochen | ''' (mehr ...)''']]
  
  
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== Flüchtlinge in Notunterkunft an der Trabrennbahn - Hilfe benötigt ==
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=== Vortrags- und Diskussionsabend zum Thema Klimagerechtigkeit ===
  
Wie schon im Pfaffenhofener Kurier zu lesen war, wird es an der Trabrennbahn eine Notunterkunft für Flüchtlinge geben. Es müssen voraussichtlich für bis zu drei Monate 150 Asylbewerber untergebracht werden.
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Dem Thema „Klimawandel und Klimagerechtigkeit“ widmet sich der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) zum Abschluss seiner diesjährigen Interkulturellen und Interreligiösen Wochen. Am Freitag, 8. November um 19.30 Uhr sind alle Interessierten herzlich zu einem Vortrags- und Diskussionsabend im Pfarrsaal der katholischen Stadtpfarrei Pfaffenhofen, Scheyerer Straße 2, eingeladen. Der Eintritt ist frei.
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[[Vortrags- und Diskussionsabend zum Thema Klimagerechtigkeit | ''' (mehr ...)''']]
  
'''Ankunftszeit der Flüchtlinge wahrscheinlich zwischen dem 20. und 24. Juli.'''
 
  
Dies stellt natürlich auch uns vom AK Asyl vor neue Herausforderungen. Deshalb zwei Fragen:
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[[Bild:Georg sauerwein-k.jpg | 300px]]
  
# Wer kann sich vorstellen,  die ersten zwei Tage bei der Einweisung der Asylbewerber mitzuhelfen. Nach der Erstuntersuchung durch das Gesundheitsamt bekommen sie ihr Bett zugewiesen. Damit alles reibungslos funktioniert, braucht es viele Helfer, da in den ersten zwei Tagen sehr viel Arbeit zu erledigen ist. <br><br>Problematisch für ist natürlich, dass kein fester Termin bekannt ist. Wenn sich trotzdem jemand vorstellen kann, hierbei mitwirken zu wollen, soll er sich bitte möglichst schnell bei uns melden.<br><br>
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''Der Referent Georg Sauerwein''
# Für die nächsten drei Monate werden zusätzlich Helfer gebraucht. Hier geht es wahrscheinlich um die Organisation von Arztbesuchen, Kinderbeschäftigung, Freizeitangebote für Erwachsene und Ansprechpartner vor Ort zu sein als Unterstützung für den Asylsozialdienst der Caritas.<br><br>Hier gilt das gleiche: Wer sich vorstellen kann, dass er etwas Zeit in der Woche übrig hat und sich gerne dort einbringen möchte, bitte umgehend bei uns melden.
 
  
  
 
[[#top|↑ nach oben]]
 
[[#top|↑ nach oben]]
  
== Arabische Frauengruppe „A Sayel“ will „Brücken bauen“==
 
  
'''Internationales Kulturfestival am 19. Juli 2015'''
 
  
Sie möchten Brücken auf- und Vorurteile abbauen zwischen Einheimischen und Migranten, zwischen Christen und Muslimen: Zwölf arabisch sprechende Frauen, die in Pfaffenhofen und Umgebung leben, haben die Frauengruppe „A Sayel“ gegründet und sie haben Einiges vor.
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=== „Zukunft der Religionen“ als zugkräftiges Thema ===
  
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Das Thema „Zukunft der Religionen“ ist offensichtlich von großem Interesse. Der Pfarrsaal jedenfalls war am Freitagabend beim Jahresempfang der Religionen und Kulturen mit rund 90 Personen gut gefüllt. So zeigte sich die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Waltraud Daniel, die in Vertretung von Pfarrer Albert Miorin die Gäste begrüßte, schier überwältigt von dem Andrang.
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Neben dem Thema war aber sicher auch der Referent zugkräftig, denn Professor Dr. Martin Rötting ist nicht nur ein renommierter Religionswissenschaftler, dessen neuestes Buch den Titel „Religionen in der Zukunft!?“ trägt, sondern er ist in Pfaffenhofen auch ein alter Bekannter, der hier aufgewachsen ist und einige Jahre an den Schulen in Ilmmünster und Geisenhausen als Religionslehrer tätig war.  [[„Zukunft der Religionen“ als zugkräftiges Thema | ''' (mehr ...)''']]
  
[[Bild:Arabische-frauengruppe2-k.JPG|300px | arabische Frauengruppe]]
 
  
''Einige Frauen der Gruppe „A Sayel“ trafen sich jetzt bei''<br />
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[[Bild:jahresempfang2024-k.png | 400px]]
''marokkanischem Tee und italienischem Apfelkuchen zu''<br />
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''einer Vorbesprechung ihres Internationalen Kulturfestivals''<br />
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''Beim Jahresempfang der Religionen und Kulturen (von links):
''am 19.Juli 2015'' <br />
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''der ukrainische Pianist Yevgenii Matveew, die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich,
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''Professor Dr. Martin Rötting, die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Waltraud Daniel
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''und Sepp Steinbüchler, der Leiter der AG Tisch der Religionen und Kulturen im IKVP.
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''Foto: E. Steinbüchler''
 
''Foto: E. Steinbüchler''
  
  
In nächster Zeit wird die Gruppe „A Sayel“ zweimal in der Pfaffenhofener Innenstadt aktiv: Am 27. Juni werden die Frauen die Besucher der Langen Nacht der Kunst und Musik im Pfaffenhofener Kultursommer mit Spezialitäten aus ihren Heimatländern verwöhnen. Und am 19. Juli veranstalten sie dann selbst ein großes Fest auf dem Oberen Hauptplatz bzw. dem Pfarrplatz. [[Int.-Kulturfestival-2015 | ''' (mehr ...)''']]
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[[#top|↑ nach oben]]
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=== Jahresempfang der Religionen und Kulturen zum Thema „Zukunft der Religionen“ ===
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Zum öffentlichen „Jahresempfang der Religionen und Kulturen“ in Pfaffenhofen lädt in diesem Jahr die Katholische Stadtpfarrei St. Johannes Baptist gemeinsam mit der AG Tisch der Religionen und Kulturen des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP) ein. Am Freitag, 18. Oktober 2024, um 19.30 Uhr sind dazu alle Interessierten herzlich im Pfarrsaal, Scheyerer Straße 2, willkommen. Der Eintritt ist frei. [[Jahresempfang der Religionen 2024 | ''' (mehr ...)''']]
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[[Bild:Martin-Roetting-k.JPG | 400px]]
  
[[#top|↑ nach oben]]
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''Foto: Rötting''
  
  
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[[#top|↑ nach oben]]
  
== Spendenaufruf von unserem Mitglied Dr. Volker Stagge zur Erdbebenhilfe in Nepal ==
 
  
Dr. Stagge hielt am 9.6.2015 im Rathaussaal Pfaffenhofen einen gut besuchten Vortrag über die Probleme durch das Erdbeben vom 25.4.2015 und die folgende vorbildliche Bewältigung der medizinischen Versorgung durch die Ärzte und Schwestern des Dhulikhel Hospital nahe Kathmandu in Nepal.
 
  
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=== Beste medizinische Versorgung auch für die Ärmsten ===
  
[[Bild:stagge-nepalhilfe4-k.JPG|300px]]
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'''Pfaffenhofener Arzt Dr. Volker Stagge engagiert sich ehrenamtlich in Nepal'''
  
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Es gibt Menschen, bei denen möchte man glauben, ihr Tag hat mehr als 24 Stunden. Dr. Volker Stagge ist so ein Mensch: Beruflich ist er als Leitender Oberarzt in der Pfaffenhofener Ilmtalklinik tätig und bietet Sprechstunden im internistischen MVZ an. Ehrenamtlich leitet er die Neuapostolische Gemeinde Pfaffenhofen, führt Gottesdienste, Taufen, Trauungen und Trauerfeiern durch und betätigt sich in der Ökumene.
  
Seit dem Erdbeben arbeiteten Ärzte und Schwestern rund um die Uhr. Bis zum 6. Mai 2015 haben sie in den wenigen Wochen 1.600 Operationen an 1.200 Patienten durchgeführt - und das trotz vieler heftiger Nachbeben (zum Vergleich: die Ilmtalklinik führt ca. 10.000 Operationen pro Jahr durch). Auf dem Krankenhausgelände campieren zur Zeit noch etwa 700 Menschen ohne Obdach, die alle vom Krankenhaus mit Essen, Zelten und Toiletten versorgt werden.
 
  
Die Gastroenterology Foundation e.V. unterstützte das äußerst effektiv arbeitende Krankenhaus durch eine Soforthilfe noch im April durch eine Überweisung von 100.000 Euro. Sie will auch weiterhon diesem Krankenhaus helfen und wirbt daher um Unterstützung und Spenden, um die Versorgung eines Gebietes von 2,5 Millionen Einwohnern um das Krankenhaus zu verbessern und zu erhalten, zumal auch das Krankenhaus beschädigt und fast die Hälfte seiner 18 Außenstationen, die zur Grundversorgung in den entlegenen Tälern dienen, vom Erdbeben beschädigt bzw. zerstört wurden.
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[[Bild:Stagge_Tempel.jpeg | 400px]]
  
Spenden für die Gastroenterology Foundation e.V. werden über folgendes Konto entgegengenommen:
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''Volker Stagge vor einem kleinen hinduistischen Tempel im Tal zum Annapurna''<br>''Foto: privat''
  
Gastroenterology Foundation e.V.<br />
 
HypoVereinsbank München<br />
 
BIC: HYVEDEMMXXX<br />
 
IBAN: DE03 7002 0270 0015 5986 57<br />
 
Kennwort "Nepal - Erdbebenhilfe"
 
  
Der IKVP unterstützt dieses Engagement. Das Geld kommt sicher und ohne jeden Abzug im Dhulikhel Hosptial an. [[Nepalhilfe | ''' (mehr zum Vortrag ...)''']]
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Doch damit noch längst nicht genug: Seit elf Jahren engagiert er sich für ein Non-Profit-Krankenhaus in Nepal, beschafft notwendige medizinische Materialien und fliegt in seinem Urlaub auf eigene Kosten nach Fernost, um im Dhulikhel-Hospital ohne Bezahlung zu arbeiten und sein Wissen und seine Erfahrung an junge Mediziner und Pflegekräfte weiterzugeben. [[Beste medizinische Versorgung auch für die Ärmsten | ''' (mehr ...)''']]
  
  
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== Neuer Vorstand und Beirat ==
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=== Interessanter Vortrag zum christlich-islamischen Dialog ===
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'''Fundamentale Gemeinsamkeiten – aber viele Vorurteile'''
  
Bei der Mitgliederversammlung am 28.4.2015 wurden die Neuwahl des Vorstandes und die Benennung des Beirates durchgeführt.
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Fundamentale Gemeinsamkeiten zwischen Christen und Muslimen hieß das Thema eines hochinteressanten Vortrags, den Benjamin Idriz, weithin bekannter Imam aus Penzberg, am Freitagabend, dem 21. Juni 2024,  im katholischen Pfarrheim hielt. Der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) hatte ihn im Rahmen seiner Interkulturellen und Interreligiösen Wochen 2024 eingeladen, und Idriz begrüßte die Besucher mit einem herzlichen „Grüß Gott und Salam aleikum“, dem arabischen Friedensgruß. [[Christlich-Islamischer Dialog 2024 | ''' (mehr ...)''']]
  
Sepp Steinbüchler führt auch in den nächsten zwei Jahren den Internationalen Kulturverein Pfaffenhofen. In der Mitgliederversammlung am Dienstagabend, dem 28.4.2015, im Hofbergsaal wurde er einstimmig in seinem Amt als 1. Vorsitzender bestätigt. Bei den Stellvertretern allerdings gibt es zwei neue Gesichter: Nachdem Aysel Erdem und Shemsi Haziri nicht mehr kandidiert hatten, wurden Monika Schratt und Ardian Ndreka neu in den Vorstand gewählt. Die drei weiteren Stellvertreter stellten sich wieder zur Wahl und wurden auch wieder gewählt: Hans-Günter Gessler, Manfred Büttner und Marita Emrich. Kraft Amtes gehört weiterhin der Integrationsbeauftragte der Stadt Pfaffenhofen, Reinhard Haiplik, dem Vorstand an.
 
  
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[[Bild:christl_isl_Vortrag_PAF1-k.JPG | 400px]]
  
[[Bild:neuer-Vorstand-2015-k.jpg |300px]]
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''Nach dem Vortrag von Benjamin Idriz (rechts) war noch Zeit für Fragen und Gespräche.''<br>
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''Mit im Bild (weiter von rechts) die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich und die beiden''<br>
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''Initiatoren des christlich-islamischen Dialogs in Pfaffenhofen, Ali Tekin und Sepp Steinbüchler''
  
''Der neue Vorstand des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen''<br />
 
''(von links):  Manfred Büttner, Marita Emrich, Hans-Günter Gessler,''<br />
 
''Monika Schratt, Sepp Steinbüchler, Ardian Ndreka und Reinhard Haiplik''<br />
 
 
''Foto: E. Steinbüchler''
 
''Foto: E. Steinbüchler''
  
  
Sepp Steinbüchler bedankte sich herzlich bei Aysel Erdem und Shemsi Haziri, die beide dem Vorstand des Kulturvereins seit seiner Gründung im Jahr 2009 angehört hatten, für ihr großes Engagement: „Ihr habt mitgeholfen, dass sich die Atmosphäre des Miteinanders und das Klima in Pfaffenhofen verändert haben.“ Sowohl Aysel Erdem als auch Shemisi Haziri werden aber weiter interkulturell und integrativ tätig sein: Aysel Erdem hilft türkischen Mitbürgern bei Sprachproblemen, Behördengängen und Übersetzungen und sie bietet Moscheeführungen für Gruppen und Schulklassen an. Shemsi Haziri leitet zusammen mit Gazmend Dashi die Tanzgruppe des Albanisch-Deutschen Kulturverein Sali Çekaj, in der immer 20 bis 40 Kinder und Jugendliche aktiv sind, und die Pfaffenhofen weit über die Landkreisgrenzen hinaus vertritt.
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[[#top|↑ nach oben]]
  
  
[[Bild:Verabschiedung-Aysel-und-Shemsi-k.jpg |300px]]
 
  
''Sepp Steinbüchler bedankte sich herzlich bei Shemsi Haziri''<br />
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=== 20 Jahre christlich-islamischer Dialog in Pfaffenhofen ===
''und Aysel Erdem für ihre engagierte Mitarbeit im Vorstand<br />
 
''des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen''<br />
 
''Foto: E. Steinbüchler''
 
  
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Vor 20 Jahren begann der christlich-islamische Dialog in Pfaffenhofen. Erste Kontakte zur türkisch-islamischen Ditib-Gemeinde knüpfte im Frühjahr 2004 der damalige Patoralreferent der katholischen Stadtpfarrei, Sepp Steinbüchler. Die islamische Gemeinde war ebenfalls sehr interessiert an einem gegenseitigen Kennenlernen. Zusammen mit dem Ditib-Vorsitzenden Ali Tekin gründete Steinbüchler den Arbeitskreis christlich-islamischer Dialog, dem sich nach und nach immer mehr Vertreter der muslimischen sowie der katholischen und der evangelisch-lutherischen sowie später auch der freikirchlichen Gemeinde und der Neuapostolischen Kirche anschlossen.
  
Für den Vorstand des Internationalen Kulturvereins konnten mit der ehemaligen Dritten Bürgermeisterin der Stadt Pfaffenhofen, Monika Schratt, und mit Ardian Ndreka vom albanisch-deutschen Kulturverein Sali Çekaj aber zwei neue hochmotivierte Stellvertreter gefunden werden.
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Von Anfang an ging es dabei nicht um hochtrabende theologische Diskussionen, sondern darum, ins Gespräch zu kommen und vom Leben und Alltag der anderen zu hören. [[20 Jahre Christlich-Islamischer Dialog | ''' (mehr ...)''']]
Auch die Mitglieder des Beirates galt es zu wählen bzw. zu bestätigen und dies sind: Temel Can (Türkisch-Islamische Gemeinde DiTiB), Imer Grajqevci (Albanisch-Deutscher Kulturverein Sali Çekaj), Oanh Nguyen (Asiengruppe), Brigitte Gessler (Arbeitskreis Bildung), Sabine Rieger  (AK Asyl), Sepp Steinbüchler (AK Christlich-Islamischer Dialog), Christel Schmitt-Motzkus und Michaela Greguletzä (Migrationsberatung der Caritas), Peter Sauer (vhs), Emilie Bergmeister (KEB), Claudia Johannsen (evangelisch-lutherische Gemeinde),  sowie Wolfgang Böhm (neuapostolische Kirche) und Sonja Preller.  
 
Eine neue „Ländergruppe Arabien“ gehört neuerdings dem Internationalen Kulturverein an und die Sprecherinnen sind Fatiha Boulla, Najat Hasekamp-Ailabi, Jasmina Naguib Agha und Wafaa Abou Baker.
 
  
  
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== Mitgliederversammlung, 28.4.2015 ==
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=== „Hoffnung auf mehr Menschlichkeit“, ansprechendes Friedensgebet mit Informationen über Nepalhilfe ===
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[[Bild:Friedensgebet2024-k.JPG | 400px]]
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Unter dem Thema „Hoffnung auf mehr Menschlichkeit“ stand am Mittwochabend, den 12. Juni 2024, das mittlerweile achte Friedensgebet am Baum der Religionen im Pfaffenhofener Bürgerpark. Bei kühlen Temperaturen, aber trockenem Wetter nahmen zahlreiche Besucher die Einladung des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP) an und erlebten eine wohltuende Stunde mit ansprechenden Texten und Gebeten sowie schönen Liedern. [[Friedensgebet 2024 | ''' (mehr ...)''']]
  
Der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen wächst – und zwar nicht nur an Mitgliedern und ehrenamtlichen Mitarbeitern, sondern auch der Umfang der Aufgaben nimmt zu. In der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung am Dienstagabend, dem 28.4.2015, im Hofbergsaal konnten der Vorsitzende Sepp Steinbüchler und seine Kollegen im Vorstand und im Beirat einen umfassenden Jahresbericht sowie Kassenbericht abgeben und auf laufende Planungen und anstehende Veranstaltungen hinweisen.
 
  
Ein Schwerpunkt in der Arbeit des Kulturvereins im vergangenen Jahr lag auf den Interkulturellen und Interreligiösen Wochen 2014 mit 22 verschiedenen Veranstaltungen und einem Internationalen Begegnungsabend als absolutem Höhepunkt. Über 100 Ehrenamtliche arbeiteten insgesamt mit und 15.000 Euro investierte der Verein in diese Veranstaltungsreihe.
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[[#top|↑ nach oben]]
  
Ein zweiter Schwerpunkt, der immer mehr an Bedeutung gewinnt und auch immer mehr Zeit in Anspruch nimmt, ist der Arbeitskreis Asyl. Wie Sepp Steinbüchler erläuterte, leben mittlerweile rund 100 Asylbewerber und 20 anerkannte Asylanten in Pfaffenhofen und ihre Zahl wächst ständig. Zu rechnen sei auf Dauer mit 250, meinte er, was einem Prozent der Bevölkerung entspräche. „Aber für die Ehrenamtlichen ist schon jetzt die Belastungsgrenze erreicht.“
 
  
Dass der Stadt Pfaffenhofen diese Problematik durchaus bewusst sei und ihr auch an einer guten Integrationsarbeit gelegen sei, berichtete Integrationsreferent Reinhard Haiplik. Der Stadtrat, so führte er aus, habe daher ja für dieses Jahr 5.000 Euro für den AK Asyl bewilligt. Zudem werde die Stadt verstärkt Sozialwohnungen schaffen – für Deutsche ebenso wie für Migranten. Und über kurz oder lang werde die Stadt nicht umhin kommen, „auch personell einzusteigen und finanziell aufzustocken“.
 
  
Ein anderes Problem, das Sepp Steinbüchler in seinem Jahresbericht ansprach, betrifft die Sprachförderung in den Kindertagesstätten. Ein entsprechendes Projekt läuft demnächst aus, da die staatliche Förderung wegfällt. „Aber wie geht‘s dann weiter?“ fragte Steinbüchler, denn vor allem in den Kitas mit vielen ausländischen Kindern sei die Sprachförderung gar nicht mehr wegzudenken.
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=== IKVP feierte doppeltes Jubiläum  ===
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'''20 Jahre Christlich-Islamischer Dialog und 15 Jahre IKVP'''
  
In seinem Rückblick erinnerte der Vorsitzende auch an Probleme mit rechtspopulistischen Gruppen. Als Konsequenz hatte die damalige Dritte Bürgermeisterin Monika Schratt im Januar 2014 das Bündnis „Pfaffenhofen gegen Rechts – Bürger für Toleranz“ gegründet. Monika Schratt berichtete über die Aktivitäten und Ziele dieser Gruppe und spontan ließen sich mehrere Anwesende in die Mail-Verteilerliste aufnehmen.
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Die bunte Vielfalt der verschiedenen Ländergruppen, aber auch die Bedeutung des Ehrenamts standen beim Jubiläumsfest des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP) am Samstagabend, dem 8. Juni 2024, im Mittelpunkt. Der Saal im katholischen Pfarrheim platzte aus allen Nähten, und mit Musik und schwungvollen Tänzen gaben vor allem die Kindergruppen des Vereins lebhafte Einblicke in die Kultur ihrer Länder. [[IKVP feierte doppeltes Jubiläum | ''' (mehr ...)''']]
  
Auch auf Planungen und anstehende Projekte ging Sepp Steinbüchler ein und nannte hier u.a. Überlegungen, ein eigenes Büro für den Internationalen Kulturverein einzurichten, in dem dann auch regelmäßige Sprechstunden angeboten werden könnten. Für 2016 sind wieder interkulturelle Veranstaltungen geplant, wie z.B. eine Afrika-Ausstellung in der Reihe „Die Kunst deines Nachbarn“.
 
Auch Vertreter des Beirats und der Ländergruppen stellten ihre Projekte und Termine vor. So möchte der albanisch-deutsche Kulturverein in Zusammenarbeit mit der Stadt Pfaffenhofen im Sommer 2016 eine Albanische Nacht auf dem Hauptplatz veranstalten und er würde zudem gern in der Nähe der Stadtpfarrkirche eine wertvolle Skulptur der Mutter Theresa aufstellen.
 
  
Recep Bal, der Vorsitzende der türkisch-islamischen Gemeinde DiTiB, lud zu mehreren Veranstaltungen in die neue Moschee an der Hohenwarter Straße ein: Am 9. Mai gastiert hier das türkische Theater Ulüm mit einem amüsant-hintergründigen Stück. Am 13. Juni wird die offizielle Eröffnung der Moschee gefeiert und für den 11. Juli ist ein gemeinsames Fastenbrechen geplant.  
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[[Bild:kulturfest_anastasia+markian-k.jpg | 400px]]
  
Wafaa Abou Baker  veranstaltet mit ihrer arabisch-deutschen Frauengruppe „Al salam“ am Freitag, 8. Mai, um 17 Uhr ein Muttertagsfest im katholischen Pfarrheim, zu dem alle interessierten Frauen – auch mit Kindern – eingeladen sind.
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'' Besondere musikalische Talente: Anastasia und Markian Lytvin auf Querflöte und Klarinette''
Der AK-Asyl lädt zum Picknick am 16.5.2015 in den Interkulturgarten auf dem Bunkergelände am Heimgartenweg. Und für den 19. Juli  bereitet der AK Asyl gemeinsam mit einer arabischen Frauengruppe ein großes Sommerfest vor, das am oberen Hauptplatz bzw. im Pfarrheim stattfinden soll.
 
  
  
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== Arabische Frauen spenden für die Tafel, Dezember 2014 ==
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=== „Kunst deines Nachbarn“, ukrainische Kunst beeindruckt und berührt ===
  
Als die arabisch-deutsche Frauengruppe „Al salam“ zu einem Kennenlernabend einlud, war das köstliche arabische Buffet für die Besucher kostenlos, jedoch Spenden für die Pfaffenhofener Tafel herzlich willkommen. Insgesamt 350 Euro zählten die Organisatorinnen Wafaa Aboubaker, Fatiha Boulla und Najat Hasekamp-Ailabi am Ende des Abends. Diesen Betrag überreichten sie nun an die Tafel-Verantwortlichen. „Die Tafel tut sehr viel für Bedürftige und dabei auch für Familien aus arabischen Ländern – jetzt möchten wir einmal etwas zurückgeben“, erklärte Wafaa Aboubaker, und die Tafel-Vorsitzende Gudula Langmaier bedankte sich herzlich für die willkommene Unterstützung.
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Kunst kann Brücken bauen, kann Türen zu fremden Kulturen öffnen und neue Sichtweisen ermöglichen. Bereits zum 6. Mal zeigt eine Ausstellung in der Reihe „Kunst deines Nachbarn“ in der Städtischen Galerie im Haus der Begegnung Kunstwerke ausländischer Mitbürger. Diesmal steht die Kunst aus der Ukraine im Mittelpunkt, und wieder ist es der Kuratorin Carine Raskin-Sander gelungen, im Rahmen der Interkulturellen und Interreligiösen Wochen des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP) eine absolut sehenswerte Ausstellung zu präsentieren.
  
  
[[Bild:Spende-arabischer-abend-an-tafel-k.jpg |300px]]
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[[Bild:kunst_deines_nachbarn-2024_kind1-k.JPG | 400px]]  
  
''Von links: Tafel-Kassiererin Heidi Lempp, 2. Vorsitzende Silvia Hiestand,''<br />
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''Foto: Iryna Fedorenko mit einem Bild aus ihrer Reihe der „Kriegskinder“''
''Fatiha Boulla, Wafaa Aboubaker und die Tafel-Vorsitzende Gudula Langmaier''<br />
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''Foto: E. Steinbüchler''
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'''Die Ausstellung ist noch bis zum 9. Juni täglich geöffnet, und zwar samstags, sonntags und am Feiertag von 11 bis 17 Uhr und werktags von 13.30 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine Führung durch die Ausstellung wird noch an zwei Sonntagen, 26. Mai und 2. Juni, jeweils um 16 Uhr angeboten.''' [[Kunst deines Nachbarn, ukrainische Kunst beeindruckt und berührt | ''' (mehr ...)''']]
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[[#top|↑ nach oben]]
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=== Hinweis: Terminänderung für den Film "Tori und Lokita" ===
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Wegen anstehender Renovierungsarbeiten im Kino muss der interkulturelle Film "Tori und Lokita" vom 21. Mai auf den 7. Mai vorverlegt werden.
  
  
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== Ein Hauch von Orient zog durchs katholische Pfarrheim, 5.12.2014 ==
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=== März 2024: Gemeinsames Fastenbrechen mit Freitagsgebet und gutem Essen ===
  
Ungewohnte Düfte zogen am Freitagabend durch das katholische Pfarrheim Pfaffenhofen: Die arabisch-deutsche Frauengruppe „Al salam“ hatte unter dem Motto „Ein Hauch von Orient“ am 5. Dezember 2014 zu einem Kennenlern-Abend eingeladen und weit über 200 Besucher zeigten sich sehr interessiert an der Kultur des Morgenlandes.
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Ihre Gastfreundschaft stellen die Mitglieder der türkisch-islamische Gemeinde Ditib Pfaffenhofen jedes Jahr im Fastenmonat Ramadan unter Beweis. So luden sie auch am Freitagabend wieder Vertreter anderer Religionen, aus Stadt und Politik, Schulen und Gesellschaft zum gemeinsamen Fastenbrechen ein. [[Gemeinsames Fastenbrechen mit Freitagsgebet und gutem Essen | ''' (mehr ...)''']]
  
  
[[Bild:Arabischer-abend-6-k.jpg |300px]] ''Foto: E. Steinbüchler''
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[[Bild:fastenbrechen-2024-3-k.JPG | 300px]]   [[Bild:fastenbrechen_essen-2024-1-k.JPG | 300px]] 
  
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''Besucher des Fastenbrechens beim Essen'' <br>
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''Alle Fotos: E. Steinbüchler''
  
Besondere Anziehungskraft hatte natürlich das hausgemachte arabische Buffet, für das auch einige Asylbewerber gekocht hatten. Der Erlös war für die Pfaffenhofener Tafel bestimmt, die viel für Bedürftige tut – und zwar für Einheimische ebenso wie für Migranten und Flüchtlinge. Die Besucher durften sich kostenlos am Buffet bedienen, spendeten aber insgesamt 353 Euro, die nun der Tafel zugutekommen.
 
Die Syrerin Wafaa Aboubaker und Fatiha Boulla, die aus Marokko stammt, freuten sich sehr über das große Interesse und das „volle Haus“. Zusammen mit vielen weiteren Frauen boten sie auf Verkaufstischen typisch arabische Dekorationsartikel, Kissen und Decken, Kräuter, Öle und Naturkosmetik, Schmuck und Kleidungsstücke zum Selbstkostenpreis an.
 
  
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[[#top|↑ nach oben]]
  
[[Bild:Arabischer-abend-5-k.jpg |300px]]  ''Foto: E. Steinbüchler''
 
  
  
Viele bunt gekleidete Kinder zeigten die Vielfalt der Landestrachten und festlichen Gewänder und vor allem die Besucherinnen waren entzückt von den hübschen Mädchen und Buben aus verschiedenen Ländern der arabischen Welt. Leider spielte die Musiktechnik allerdings nicht mit, als die Kinder einen Tanz aufführen wollten.
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=== Lebendige Bibliothek ===
  
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Die Lebensgeschichten der Menschen sind so vielfältig wie ihre Gesichter. Wenn uns andere an ihren Erfahrungen und Sichtweisen teilhaben lassen, kann das bereichernd, interessant und berührend sein. In der „Lebendigen Bibliothek“ können Menschen aus verschiedenen Ländern für ein Gespräch „ausgeliehen“ werden.
  
[[Bild:Arabischer-abend-4-k.jpg |300px]]    [[Bild:Arabischer-abend-3-k.jpg |300px]]
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[[Bild:Lebendige_Bibliothek.jpg | 600px]]
  
[[Bild:Arabischer-abend-2-k.jpg |300px]]    [[Bild:Arabischer-abend-1-k.jpg |300px]]    ''Fotos: E. Steinbüchler''
 
  
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Das Format bringt Menschen miteinander ins Gespräch, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären und eröffnet die Möglichkeit, Fragen zu stellen, neue Perspektiven kennenzulernen und Gemeinsamkeiten zu entdecken.
  
In der Gruppe „Al salam“ haben sich Frauen aus Syrien, Marokko, Ägypten, Katar, Palästina und dem Libanon, die im Landkreis Pfaffenhofen wohnen, zusammengeschlossen. Bei frisch gebrühtem Pfefferminz- und Schwarztee kamen sie schnell mit den Besuchern ins Gespräch.
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Ein besonderer Augen- und vor allem Gaumenschmaus war zum Abschluss mit dem köstlichen Buffet geboten, zu dem auch Asylbewerber Einiges beigetragen hatten. Da gab es deftige Reisgerichte, Bulgur und Hülsenfrüchte, Petersiliensalat, Auberginen und Couscous, Kuchen und süße Kunafa, aber auch bayerische Lebkuchen. Die Besucher des Abends durften sich kostenlos bedienen und die hausgemachten Spezialitäten aus Syrien, Marokko, Palästina und Ägypten fanden reißenden Absatz.  
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Datum: Samstag, 09.03.2024<br>
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Uhrzeit: 9:00–12:00 Uhr<br>
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Ort: Landratsamt Pfaffenhofen, Hauptplatz 22, Vorraum zum großen Sitzungssaal, 3. Stock<br>
  
  
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== Achter Tisch der Religionen, November 2014 ==
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=== Kundgebung am Hauptplatz in Pfaffenhofen ===
  
Um gegenseitiges Kennenlernen, Einblicke in andere Religionen oder Konfessionen und damit um die Förderung von Miteinander und Verständnis geht es beim Tisch der Religionen in Pfaffenhofen. Gemeinsam mit dem Internationalen Kulturverein lädt jedes Mal eine andere Kirche bzw. Religionsgemeinschaft dazu ein und diesmal war die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Pfaffenhofen – also die Baptistengemeinde – der Gastgeber.  [[Archiv#Achter_Tisch_der_Religionen_am_07.11.2014 | ''' (mehr ...)''']]
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Am Sonntag, den 27. Februar 2024, von 14:00 – 16:00 Uhr findet eine Kundgebung zum Thema "Für Demokratie und Menschenwürde! Gegen Rechtsextremismus!" am Hauptplatz in Pfaffenhofen statt. Bitte kommt recht zahlreich.
  
[[Bild:tisch der religionen-07.11.2014_1-k.JPG |300px]]  ''Foto: E. Steinbüchler''
 
  
''Im Café der Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Pfaffenhofen''
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[[Bild:demo-2024-02_1-k.png  | 300px]]  [[Bild:demo-2024-02_2-k.png  | 300px]]
  
  
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== Zum Tod von Pfarrer Frank Faulhaber ==
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=== Interkulturelle und Interreligiöse Wochen 2024 und IKVP feiert 15-jähriges Bestehen und 20 Jahre christlich-islamischen Dialog  ===
  
Vorstand und Mitglieder des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen sind tief betroffen vom Tod des Stadtpfarrers und Freundes Frank Faulhaber.
 
  
Frank Faulhaber hat auf christliche Art und Weise den toleranten, friedvollen und verständnisvollen Umgang aller Bürger, gleich welcher Nation und Religion, gefördert und dadurch einen wichtigen sozialen und gesellschaftspolitischen Beitrag für Pfaffenhofen und weit darüber hinaus geleistet. Seinem persönlichen Einsatz ist auch der Aufbau des christlich-islamischen Dialogs in Pfaffenhofen zu verdanken, dessen Wirken vor fünf Jahren fortgesetzt wurde mit der Gründung des Internationalen Kulturvereins, der für den interreligiösen und interkulturellen Bereich arbeitet und seit längerer Zeit neben vielen anderen Aufgaben auch die Hilfe und Betreuung der immer mehr werdenden Asylbewerber durch Ehrenamtliche übernommen hat. Stadtpfarrer Frank Faulhaber hat das Wirken des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen stets unterstützt.
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[[Bild:1_Gebetsraum-Moschee-k.JPG  | 200px]] 
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[[Bild:4_Kinderchor-rumaenische-Laendergruppe-IKVP-k.jpg  | 200px]]  [[Bild:2_kunst-deines-nachbarn_Geschnitztes -Ei-k.jpg  | 110px]]
  
Der Internationale Kulturverein, alle Mitglieder und Mitarbeiter werden Frank Faulhaber in höchster dankbarer Erinnerung behalten.
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Zum mittlerweile 8. Mal veranstaltet der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) in diesem Jahr Interkulturelle und Interreligiöse Wochen, und dabei gibt es diesmal ein doppeltes Jubiläum zu feiern: Der IKVP besteht seit 15 Jahren, und bereits seit 20 Jahren gibt es den christlich-islamischen Dialog in Pfaffenhofen.
(22. Juli 2014)
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''' [[Interkulturelle und Interreligiöse Wochen 2024|''' (das Programm und mehr ...)''']]
  
  
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== Neues vom Arbeitskreis Asyl ==
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=== Lichterkette, Demo gegen Rechtsextremismus ===
  
Auf der [[AK-Asyl | Seite Arbeitskreis Asyl]] haben wir die Tätigkeiten des Arbeitskreises, speziell im Bereich Bildung und deren dazu notwendigen begleitenden Aufgaben, in einem Überblick zusammengestellt. Es fehlen aber auch nicht Berichte zu aktuellen Veranstaltungen.
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Ein breit aufgestelltes Bündnis von Organisationen und Einzelpersonen plant für Sonntag, den 4. Februar von 18:00 – 18:30 Uhr eine Lichterkette am Hauptplatz in Pfaffenhofen.
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[[Bild:Lichterkettendemo.png  | 300px]]
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Gemeinsam wollen wir „Für Demokratie & Menschenwürde! Gegen Rechtsextremismus!“  ein Zeichen setzen.
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Wir hoffen, dass viele Menschen teilnehmen werden.
  
  
 
[[#top|↑ nach oben]]
 
[[#top|↑ nach oben]]
  
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== 2023 ==
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=== Interreligiöses Netzwerk Klimagerechtigkeit gegründet ===
  
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Mehrere Religionsgemeinschaften und Umweltorganisationen in Bayern haben bei einer Tagung im fränkischen Vierzehnheiligen ein Interreligiöses Netzwerk Klimagerechtigkeit gegründet. Gemeinsam wollen sie klimagerechtes Handeln in den Religionsgemeinschaften stärken und interreligiöse Perspektiven für ein Zusammenleben in Vielfalt weiterentwickeln. Unter den Teilnehmern war auch Sepp Steinbüchler aus Pfaffenhofen ''' [[Interreligiöses Netzwerk Klimagerechtigkeit gegründet |''' (mehr ...)''']]
  
== Interkulturelle und Interreligiöse Wochen 2014 ==
 
  
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[[Bild:Netzwerk Klimagerechtigkeit Foto Mirjam Elsel.jpg  | 400px]]
  
[[Bild:interkulturelle-wochen-logo-2014-k.jpg|290px]]
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''Tagungsteilnehmer nach der Gründung des Interreligiösen Netzwerks Klimagerechtigkeit''<br>
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''in Vierzehnheiligen, darunter Sepp Steinbüchler aus Pfaffenhofen (9. v. rechts).''<br>
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''Foto: Mirjam Elsel''
  
  
=== Programm, auch zum Herunterladen ===
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[[#top|↑ nach oben]]
Unter dem folgenden Link erreichen Sie das <html><b>
 
<a href="http://ikvp-paf.de/texte/programm-2014.pdf">Programm, auch zum Herunterladen</a></b>
 
</html> (PDF-Dokument mit ca. 133 kB, Dateiname: programm-2014.pdf).
 
  
=== Programm mit Berichten zu den meisten Veranstaltungen ===
 
Ansonsten finden Sie das [[Interkult und Interrel Wochen 2014 | '''Programm hier auf unserer Homepage''']] '''mit Berichten zu den meisten bereits stattgefundenen Veranstaltungen'''.
 
  
  
'''Begegnungsabend'''
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=== Neuer Vereinsflyer ===
  
[[Bild:begegnungsabend_bauchtanz3-k.JPG |200px]] [[Bild:begegnungsabend_derwische5-k.JPG |200px]]  [[Bild:begegnungsabend_tamatogo4-k.JPG |200px]]
+
[[Bild:IKVP-Vereinsflyer-2023-deckblatt.jpeg  | 80px]] Es gibt einen <html><b>
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<a href="http://ikvp-paf.de/texte/IKVP-Vereinsflyer-2023.pdf">neuen Vereinsflyer. Er kann von hier herunter geladen werden</a></b>
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</html><br>
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(PDF-Dokument mit ca. 1,6 MB,<br>
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Dateiname: IKVP-Vereinsflyer-2023.pdf).
  
  
Ein schwungvolles Programm voller Kontraste erlebten über 300 Besucher beim Internationalen Begegnungsabend am Mittwoch in der Aula der Mittelschule. Temperamentvolle Tänzerinnen, leidenschaftliche Trommler und zum Abschluss die spirituell-mystische Aufführung der tanzenden Derwische waren die Höhepunkte des Abends. [[Interkult und Interrel Wochen 2014#Mittwoch,28. Mai | '''(mehr ...)''']]
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[[#top|↑ nach oben]]
  
  
  
'''Vortrag von Prof. Dr. Mathias Rohe zum Tema: „Ist der Islam demokratiefähig?'''
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=== Zwei neue Vorstandsmitglieder beim IKVP ===
  
{{#ev:youtube|NuG88FGBiXo}}
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Vorstandswahlen standen bei der letzten Mitgliederversammlung des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP) auf der Tagesordnung. Die Vorsitzende Marita Emrich und ihre Vorstandskollegen Ardian Ndreka, Metin Hano und Wolfgang Böhm wurden wiedergewählt. Außerdem gehört Martin Rohrmann als Integrationsreferent des Stadtrates weiterhin dem Vorstand an. Da Christine Kuplent und Marzanna Draczynska-Kühnel nicht mehr kandidierten, wurden zwei neue Mitglieder gewählt: Mit Claudia Johannsen von der evangelisch-lutherischen Gemeinde und Svitlana Ziskins als Vertreterin der neuen ukrainischen Ländergruppe ist der Vorstand wieder komplett.
  
''YouTube-Video zum Vortrag von Prof. Dr. Mathias Rohe zum Tema: „Ist der Islam demokratiefähig?''<br>
 
''(Länge ca. 12 Minuten 40 Sekunden).''
 
  
Dieses Video hat Manfred Habl bei Youtube eingestellt.
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[[Bild:Vorstand2023.JPG  | 400px]]
  
[[Interkult und Interrel Wochen 2014#Dienstag, 13. Mai | '''Mehr zu dem Vortrag von Prof. Dr. Mathias Rohe ...''']]
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''Der neue Vorstand des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen''<br>
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''mit Ardian Ndreka (von links), Martin Rohrmann, Wolfgang Böhm, ''<br>
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''Claudia Johannsen, Metin Hano, Marita Emrich (Vorsitzende) und Svitlana Ziskins''<br>
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'' Foto: E. Steinbüchler''<br>
  
  
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Wiedergewählt wurden die beiden langjährigen Kassenprüferinnen Renate Popp und Maria Yu, und auch die Mitglieder des Beirats wurden bestätigt.
  
'''Eröffnungsveranstaltung'''
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Marita Emrich ging in ihrem Rechenschaftsbericht auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres und des ersten Halbjahres 2023 ein, und ein Ausblick auf die Interkulturellen und Interreligiösen Wochen 2024 sowie weitere Projekte rundete die Versammlung ab.
  
{{#ev:youtube|QZ71JIkJYfw}}
 
  
''YouTube-Video zur Eröffnungsveranstaltung (Länge ca. fünfeinhalb Minuten).''<br>
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[[#top|↑ nach oben]]
''(Es kann evtl. etwas dauern, bis die Videos starten)''
 
  
  
Besucher, deren Browser das passende Plugin für YouTube-Videos nicht hat, können diesem Link folgen und finden das [http://www.youtube.com/watch?v=QZ71JIkJYfw Video] (Länge ca. fünfeinhalb Minuten) direkt auf YouTube. Um anschließend wieder auf unsere Seite zu kommen, benutzen Sie bitte den "Retour"-Knopf Ihres Browsers.
 
  
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=== Picknick im Paradiesgarten ===
  
[[Interkult und Interrel Wochen 2014#Freitagabend, 9. Mai | '''Mehr zur Eröffnungsveranstaltung ...''']]
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Seit zehn Jahren gibt es den Pfaffenhofener InterKulturGarten, und eine beliebte Veranstaltung auf dem idyllischen Gelände ist jeden Sommer das „Picknick im Paradiesgarten“. Am Samstag, 15. Juli 2023 von 14 bis 19 Uhr lädt die Gestaltungsgemeinschaft InterKulturGarten in Kooperation mit dem Arbeitskreis Inklusion und dem Internationalen Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) wieder alle Interessierten dazu ein.
  
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Das fast 10 000 Quadratmeter große interkulturelle und inklusive Garten-Paradies auf dem Bunkergelände am Heimgartenweg öffnet seine Pforten an diesem Tag für Jung und Alt, Familien und Alleinstehende aller Nationalitäten zu einem zwanglosen Kennenlernen und netten Gesprächen.
  
[[#top|↑ nach oben]]
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Mitten im Grünen und doch nah am Stadtzentrum lädt der InterKulturGarten ein zum Picknicken und Entspannen oder auch zum Lagerfeuer und Grillen. Außerdem steht der LebensraumErlebnisPfad zum Selbsterkunden offen.
  
  
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[[Bild:2023-07-Picknick-k.JPG  | 400px]]
  
== Arbeitskreis (AK) Christlich Islamischer Dialog und Internationaler Kulturverein feiern Jubiläum ==
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''Für das „Picknick im Paradies“ bietet der idyllische InterKulturGarten''<br>
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''auf dem Pfaffenhofener Bunkergelände den idealen Rahmen''<br>
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''Foto: E. Steinbüchler''
  
Zwei Jubiläen wurden bei der Eröffnung der Interkulturellen und Interregligiösen Wochen 2014 gefeiert: Seit zehn Jahren gibt es den Arbeitskreis „Christlich-Islamischer Dialog“ in Pfaffenhofen und vor genau fünf Jahren wurde der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen e.V. gegründet.
 
  
[[Bild:Ak-christlich-islamisch-k.JPG |200px]]
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Für Getränke ist gesorgt, ansonsten gilt aber das Prinzip der Selbstversorgung: Die Besucher sollen Sitzgelegenheiten oder eine Picknickdecke sowie Geschirr und Besteck (kein Einweggeschirr, keine Pappbecher) und bei Bedarf auch einen Grill selbst mitbringen. Auch fürs Essen sorgt jeder selbst, wobei alle mitgebrachten Köstlichkeiten auch gern zum Austausch am Internationalen Büfett angeboten werden können.
  
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Zur Unterhaltung spielt Claudia Urra ihren Leierkasten. Die Kinder sind beim Malen, Basteln oder Schminken richtig, sie können im Sandkasten spielen, die Schaukeln und die Hängematte benutzen oder sich auf die Kletterbäume wagen.
  
Beide Gremien werden von Pastoralreferent Sepp Steinbüchler geleitet, und er ging in seiner Ansprache auf die Entstehung der interkulturellen und interreligiösen Arbeit in Pfaffenhofen ein. [[Jubil | ''' (mehr ...)''']]
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Das Picknick findet bei jedem Wetter statt. Der InterKulturGarten befindet sich in der Nähe des Pfaffenhofener Freibads am Heimgartenweg (oberhalb Auto Weber). Die Anfahrt mit dem Auto ist möglich, zum Parken empfiehlt sich aber ganz in der Nähe der Parkplatz Hirschbergerwiese am Eisstadion bzw. Ilmbad.
  
  
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== „MiteinANDERS leben – Brücken bauen“: Interkulturelle und Interreligiöse Wochen 2014 ==
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=== Mitgliederversammlung 2023 ===
  
Unter dem Thema „MiteinANDERS leben – Brücken bauen“ stehen die Interkulturellen und Interreligiösen Wochen 2014 in Pfaffenhofen. Das ebenso umfang- wie abwechslungsreiche Programm umfasst in der Zeit vom 9. Mai bis 9. Juni insgesamt 23 Veranstaltungen. Mit Ausstellungen und Filmen, Musik und Theater, Vorträgen und internationalen Begegnungen haben die Interkulturellen Wochen viel Interessantes zu bieten, um zu Integration, gegenseitigem Verständnis und besserem Miteinander beizutragen.  
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Am Freitag, den 14. Juli 2023 findet wieder eine Mitgliederversammlung statt.<br>
  
Diese Zielsetzung soll auch durch das Leitthema zum Ausdruck kommen: Wenn Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und verschiedenen Religionen sich kennenlernen, sehen sie zunächst vor allem das, was anders ist beim anderen. Ein Ziel der Interkulturellen Wochen ist es daher, Brücken zu bauen über alles Trennende hinweg, von den Besonderheiten zu den Gemeinsamkeiten.
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Ort: Hofbergsaal, Hofberg 7, Pfaffenhofen<br>
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Beginn: 19.30 Uhr<br>
  
Der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen e. V. organisiert die Veranstaltungsreihe gemeinsam mit dem Sachausschuss „Eine Welt“ der katholischen Stadtpfarrei St. Johannes Baptist und weiteren Mitveranstaltern aus verschiedenen Gruppen, Vereinen und Kirchen. Dabei gibt es auch zwei Jubiläen zu feiern: Den Arbeitskreis Christlich-Islamischer Dialog gibt es seit zehn Jahren und der Internationale Kulturverein wird fünf Jahre alt.  
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Alle Mitglieder, sowie Freunde und Förderer des IKVP sind herzlich eingeladen.
  
Die Interkulturellen Wochen haben eigene Veranstaltungen für Kinder, für Jugendliche und für Frauen zu bieten. Alle miteinander, Jung und Alt, Deutsch und International, treffen sich beim großen Begegnungsabend am 28. Mai, um gemeinsam Musik, Tanz und Kabarett zu erleben und bei Kulinarischem aus aller Welt ins Gespräch zu kommen. Weitere Höhepunkte der Veranstaltungsreihe sind zwei große Konzert- und Theaterabende sowie zwei Ausstellungen:
 
  
Die Musikgruppe „Klezmorim“, die mit ihrem Programm „Salam Shalom“ bereits 2012 sehr erfolgreich in Pfaffenhofen aufgetreten ist, gastiert am 18. Mai. Die Deutsch-Israelin Nirit Sommerfeld und ihre Gruppe bieten diesmal temperamentvolle Musik und dramatische Erzählungen zum Thema „Was Sie schon immer über Juden und Israelis wissen wollten und sich nicht zu fragen getrauten“.
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[[#top|↑ nach oben]]
  
[[Bild:klezmorim_alle-k.JPG |200px]]
 
  
''Ein Höhepunkt der Interkulturellen Wochen ist das''<br />
 
''Gastspiel der Musikgruppe Klezmorim rund um die''<br />
 
''deutsch-israelische Musikerin Nirit Sommerfeld am 18. Mai''
 
  
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=== Friedensgebet 2023 im Bürgerpark ===
  
Kritisch, aber auch höchst unterhaltsam präsentiert sich am 1.Juni die bekannte „Berliner Compagnie“, die mit ihrem Theaterstück „Anders als du glaubst“ auf dem Katholikentag in Regensburg zu Gast ist und anschließend einen Abstecher nach Pfaffenhofen macht.
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'''Friedensgebet am Baum der Religionen im Bürgerpark aktuell und lebensnah:'''
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'''Informationen, Gebete und Lieder zum Thema „Solidarität mit den Armen“ '''
  
„Dialogtüren“ heißt eine interreligiöse Wanderausstellung, die die Grundthemen des Dialogs der Religionen behandelt. Sie wird zunächst im katholischen Pfarrheim und anschließend im evangelischen Gemeindezentrum gezeigt.
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Zum diesjährigen Friedensgebet am „Baum der Religionen“ lud der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) am Mittwoch, 14. Juni in den Pfaffenhofener Bürgerpark an der Weiherer Straße ein. Der Internationale Kulturverein hat im Jahr 2017, zur Pfaffenhofener Gartenschau, die Patenschaft für den „Baum der Religionen“ bzw. „Baum des Friedens“ im Bürgerpark übernommen. Die Wildkirsche, die mit vielen bunten Bändern geschmückt ist, gilt seitdem als sichtbares Zeichen der Völkerverständigung und steht für das friedliche Zusammenleben der Religionen und Kulturen sowie Integration. Direkt daneben befindet sich auch die bronzene Friedensstele, die der Schrobenhausener Künstler Richard Gruber gestaltet hat.
  
[[Bild:Dialogtueren ausstellung-k.JPG |200px]]
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Unter dem Thema „Frieden schaffen durch Solidarität mit den Armen“ stand das diesjährige Friedensgebet am Baum der Religionen, das über 90 Besucher im Pfaffenhofener Bürgerpark erlebten. Der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) hatte dazu bereits zum siebten Mal eingeladen, und zum zweiten Mal übernahm der Chor der Liedertafel – diesmal mit seinem neuen Leiter Wolfgang Wirsching – die ansprechende musikalische Gestaltung.  
  
  
Eine weitere Ausstellung mit dem Titel „Die Kunst deines Nachbarn“ führt fort, was vor zwei Jahren in der Städtischen Galerie in Gang gesetzt wurde: Nachdem damals Kunst und Kunsthandwerk aus der Türkei zu sehen waren, steht diesmal ostasiatische Kunst im Fokus.
 
  
Um brisante Themen geht es bei zwei Vorträgen mit anschließender Diskussion: Der Jurist Professor Dr. Mathias Rohe behandelt am 13. Mai die Frage „Ist der Islam demokratiefähig?“. Am 21. Mai gibt die Islamwissenschaftlerin Dr. Barbara Huber-Rudolf Antworten auf die Frage „Kann Allah der Vater Jesu sein?“.
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[[Bild:Liedertafel2023-k.JPG  | 400px]]
  
Ein Kindernachmittag unter dem Motto „Zeig mir deine Kunst!“ am 24. Mai, ein „Human Soccer – Menschenkicker“ nicht nur für Jugendliche am 17. Mai, Tage der offenen Tür im InterKulturGarten (17. Mai) und in der neuen Moschee-Baustelle an der Hohenwarter Straße (7./8./9. Juni) sowie ein internationales Frauenfrühstück und ein Frauenfilmabend, Internationale Koch- und Backkurse und nicht zuletzt das KulturKino runden das Programm ab.
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''Der Chor der Liedertafel unter der Leitung von Wolfgang Wirsching (rechts im Bild)''<br>
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''Foto: Liedertafel''
  
Offiziell eröffnet werden die Interkulturellen und Interreligiösen Wochen am Freitag, 9. Mai, im katholischen Pfarrheim. Während dieser Abend den geladenen Gästen vorbehalten ist, sind bei den anderen Veranstaltungen alle Interessierten herzlich willkommen. Und fast immer heißt es „Eintritt frei!“. Lediglich für die beiden Filmabende im Kino und die Gastspiele von Klezmorim und der Berliner Compagnie muss man Karten kaufen. Mit zehn Euro (ermäßigt fünf Euro) liegen aber auch die Eintrittspreise für das Konzert und das Theater weit unter den üblichen Preisen. Karten für die beiden Gastspiele gibt es bereits im Vorverkauf in der Buchhandlung Kilgus.
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[[Friedensgebet 2023|''' (mehr zum Friedensgebet 2023 ...)''']]
  
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[[#top|↑ nach oben]]
  
  
[[#top|↑ nach oben]]
 
  
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=== Gruppen des IKVP beim Neubürgerfest ===
  
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Viele Gruppen des IKVP waren am Neubürgerfest am 21. Mai mit einem Stand im Bürgerpark Pfaffenhofen vertreten.
  
== Bericht des Arbeitskreises Asyl auf der Mitgliederversammlung 2014 ==
 
  
Den Arbeitskreis Asyl im Internationalen Kulturverein Pfaffenhofen, seine Hauptaufgaben und größten Probleme, stellte die AK-Leiterin Sabine Rieger in einer detaillierten Präsentation vor. Sie betonte: „Wir arbeiten bisher alle ganz ohne Aufwandsentschädigung, aber von ganzem Herzen gern – und Einzelne sogar bis zu 20 Stunden pro Woche!“ [[Akasyl#Bericht des AK-Asyl bei der Mitgliederversammlung im Februar 2014 | ''' (mehr ...)''']]
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[[Bild:neubuergerfest_malwettbewerb-k.JPG  | 400px]]
  
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''Ein Angbot: Malwettbewerb, Foto E. Steinbüchler''
  
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[[Neubürgerfest 2023|''' (mehr Fotos ...)''']]
  
  
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== Mitgliederversammlung, 25. Februar 2014 ==
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=== Gelungenes Benefiz-Fußballturnier ===
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16 Teams beteiligten sich am diesjährigen humanitären Fußballturnier des albanisch-deutschen Kulturvereins Sali Çekaj e.V. Pfaffenhofen. Nach vielen spannenden Spielen konnte schließlich die Mannschaft B&F Bauservice aus Mainburg den Siegerpokal mit heimnehmen. Auf Platz zwei folgte der FC Neuburg, gefolgt vom FC Tiki Taka.
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Die Mannschaft von Sali Çekaj erwies sich dabei als sehr guter Gastgeber, denn sie beschied sich mit einem der hinteren Plätze. Gastgeberqualitäten bewiesen aber auch die Helfer, die für eine gute Bewirtung mit Getränken sowie Grillfleisch und Hamburgern sorgten. Die Durchführung des Turniers hatten die bisherigen Verantwortlichen diesmal an die jüngere Generation weitergegeben. Bei Argent Ferizi, der''' [[Orthodoxes Osterfest 2023|''' (mehr ...)''']] vor kurzem zum neuen Vorsitzenden von Sali Çekaj gewählt worden war, und seinen Mitstreitern lag die Leitung nun auch in besten Händen. Die Spiele konnten in vier Gruppen mit jeweils vier Teams reibungslos abgewickelt werden – bis auf eine Verzögerung durch die Landung eines Rettungshubschraubers, der wegen eines Einsatzes in der benachbarten Dreifachturnhalle alarmiert worden war.
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Mehrere Mannschaften kamen aus Pfaffenhofen, aber auch Teams aus der weiten Umgebung nahmen teil. Sie traten auf zwei Kleinfeldplätzen auf dem Kunstrasen gegeneinander an, und zwar jeweils zwölf Minuten lang in den Gruppenspielen und 15 Minuten in der K.O.-Phase.  
  
Die umfangreichen Tätigkeiten des Arbeitskreises Asyl standen im Mittelpunkt der diesjährigen Mitgliederversammlung des Internationalen Kulturvereins (siehe gesonderten Bericht). Außerdem laufen die Vorbereitungen für die Interkulturellen und Interreligiösen Wochen 2014, die vom 9. Mai bis 9. Juni mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen in Pfaffenhofen stattfinden. Zum letzten Vorbereitungstreffen am Mittwoch, 2. April um 19.30 Uhr im Hofbergsaal sind alle Interessierten eingeladen.
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Neben dem sportlichen Erfolg standen für die Mannschaften auch das Gemeinschaftserlebnis und die gute Unterhaltung, vor allem aber auch der humanitäre Gedanke im Vordergrund. Der Verein Sali Çekaj hat das Benefiz-Fußballturnier bereits vor über 20 Jahren ins Leben gerufen, um Spenden zu sammeln für Kriegswaisen und bedürftige Familien im Kosovo und in Albanien. Diese Hilfsbereitschaft ist für den Verein nach wie vor sehr wichtig. So kommen auch diesmal wieder sämtlich Einnahmen, die durch die Teilnehmerbeiträge sowie die Verpflegung bei dem Turnier erzielt wurden, Hilfsprojekten in Albanien oder dem Kosovo zugute.
  
Sepp Steinbüchler, der Vorsitzende des Internationalen Kulturvereins, gab einen Rechenschaftsbericht über die Aktivitäten der letzten Monate. Nach dem Kassenbericht von Marita Emrich und dem „Okay“ der Kassenprüferinnen konnte dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt werden.
 
„Die Arbeit unseres AK Asyl ist mehr als anerkennenswert“, betonte Sepp Steinbüchler und richtete ein herzliches Dankeschön an die AK-Leiterin Sabine Rieger und ihre zahlreichen Mitstreiter, die sich allesamt ehrenamtlich für die Asylbewerber in Pfaffenhofen einsetzen und ihnen in ihrem Alltag mit Rat und Tat, Sprachunterricht und Nachhilfe zur Seite stehen.
 
  
Künftig sollen die ehrenamtlichen Betreuer aber zumindest eine kleine Aufwandsentschädigung für ihre unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden bekommen, denn die Sparkasse hat dem Internationalen Kulturverein 5.000 Euro gespendet, die vor allem in die Asylarbeit fließen sollen. Reinhard Haiplik, der zuständige Referent des Stadtrats, erklärte dazu: „Die Asyl-Arbeit kann bei Weitem nicht nur von Ehrenamtlichen geleistet werden. Der Landrat hat versprochen, die Stundenzahl der Hauptamtlichen aufzustocken.“
 
  
Sepp Steinbüchler kritisierte, dass das Landratsamt dem Kulturverein bzw. seinem Arbeitskreis Asyl bisher jede Information über neu ankommende Flüchtlinge oder über den Status der Asylbewerber vorenthalte. Auch über den Infobus für Flüchtlinge in München, der Asylbewerber gezielt auf ihre Anhörung vorbereitet, die letztlich über Anerkennung oder Abschiebung entscheidet, gebe es keine offiziellen Informationen, monierte der Kulturvereins-Vorsitzende. Er wünschte sich mehr Vertrauen – auch von den Behörden – damit sich der Internationale Kulturverein noch effektiver einsetzen könne: „Wir wollen nicht erst tätig werden, wenn jemand abgeschoben wird, sondern von Anfang an helfen.“ Aus den Reihen der Mitglieder erhielt er einhellige Zustimmung und allgemein hieß es: „Da gibt es politisch nicht nur Diskussions-, sondern dringenden Handlungsbedarf!“
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[[Bild:Team_sali_cekaj-2023-k.JPG  | 400px]]
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''Das Team des albanisch-deutschen Kulturvereins Sali Çekaj Pfaffenhofen''<br>
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''mit dem früheren Vorsitzenden Osman Ferizi (rechts),''<br>
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''Spielleiter Argjent Cakiqi (2. v. rechts) und dem Turnierleiter''<br>
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'' und neuen Vereinsvorsitzenden Argent Ferizi (vorne links)''<br>
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''Foto: E. Steinbüchler''
  
  
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== Großzügige Spende von der Sparkasse Pfaffenhofen, Januar 2014 ==
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=== Generationswechsel bei Sali Çekaj ===
  
Der IKVP freut sich über eine großzügige Spende in Höhe von Euro 5.000 von der Sparkasse Pfaffenhofen. Diese Spende wird hauptsächlich für die Asylarbeit verwendet werden. Der Verein bedankt sich auch an dieser Stelle nochmals recht herzlich.
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Der albanisch-deutsche Kulturverein Sali Çekaj e.V. Pfaffenhofen setzt auf seinen Nachwuchs. Bei der Vorstandswahl während der letzten Mitgliederversammlung im Mai 2023 gab es einen Generationswechsel an der Spitze: Gazmend Dashi gab das Amt des 1. Vorsitzenden ab und fungiert nun als stellvertretender Vorsitzender. Zum neuen Vorsitzenden wurde Argent Ferizi gewählt. Dessen Vater Osman Ferizi, der bis 2019 Vorsitzender des Pfaffenhofener Vereins war und seitdem Vorsitzender der Demokratischen Liga des Kosovo (LDK) in Deutschland ist, wurde einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt.  
  
  
[[#top|↑ nach oben]]
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[[Bild:ferizi_dashi-k.JPG | 400px]]
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''Generationswechsel an der Spitze des albanisch-deutschen Kulturvereins Pfaffenhofen:''<br>
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''Gazmend Dashi (rechts) übergab das Amt des 1. Vorsitzenden an Argent Ferizi''
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Die weiteren Vorstandsmitglieder von Sali Çekaj sind jetzt Zymer Zeneli, Shemsi Haziri, Shaban Muli, Rafet Mehmeti, Rafet Muli, Fatlum Shala und Perparim Kolgeci.
  
  
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[[Bild:Vorstand_sali2023-k.JPG | 400px]]
  
== Neujahrsempfang der Religionen mit interessanten Gesprächen und Referat zum Thema „Christlich-Islamische Ehen“ ==
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''Nach den Vorstandswahlen des albanisch-deutschen Kulturvereins''<br>
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''Sali Çekaj Pfaffenhofen (von links): Shemsi Haziri, Rafet Mehmeti,''<br>
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''Zymer Zeneli, der neue Vorsitzende Argent Ferizi, Wahlleiter Rexhep Nikqi (stehend),''<br>
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''2. Vorsitzender Gazmend Dashi, Fatlum Shala, Rafet Muli und Shaban Muli''
  
Etwa 80 Gäste konnte Stadtpfarrer Frank Faulhaber am 24.1.2014 zum 5. „Neujahrsempfang der Religionen“ im Pfarrsaal begrüßen. Die Katholische Stadtpfarrei St. Johannes Baptist hatte Vertreter der verschiedenen christlichen Kirchen in Pfaffenhofen sowie der muslimischen und buddhistischen Gruppen und der Stadt Pfaffenhofen eingeladen.
 
  
Diese Art des Neujahrsempfangs bei dem Ökumene und Interreligiöser Dialog gleich zu Beginn des Jahres hoch gehalten werden traf wieder auf großes Interesse und fand viel Anklang. So waren alle drei Pfaffenhofener Bürgermeister gekommen sowie Vertreter der Evangelisch-Lutherischen Kirche, der Baptisten und der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, der Neuapostolischen Kirche, der buddhistischen Gruppe und der türkisch-islamischen Kulturgemeinde DiTiB sowie des Internationalen Kulturvereins und des deutsch-albanischen Kulturvereins Sali Cekaj.
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Aus dem Vorstand ausgeschieden sind nach zumeist langjähriger Tätigkeit Blerim Cakiqi, Ardian Ndreka, Isuf Qetaj, Naim Haxhijaj, Maxhun Smajli, Mustaf Shala und Ermal Hoxha.
  
  
[[Bild:Neujahrsempfang_gespraech1-k.JPG |290px]]    [[Bild:Neujahrsempfang_gespraech2-k.JPG |290px]]
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[[#top|↑ nach oben]]
  
''Interessante Gespräche gab es beim Neujahrsempfang der Religionen im katholischen Pfarrsaal.''<br />
 
''Fotos: E. Steinbüchler''
 
  
  
Im Mittelpunkt des Abends stand neben gegenseitigem Kennenlernen, Begegnungen und persönlichen Gesprächen ein Referat zu einem ungewöhnlichen Thema, das für Betroffene trotz des eigentlich erfreulichen Anlasses immer mit schmerzvollen und problematischen Erfahrungen verbunden ist: Dr. Rainer Oechslen, Islambeauftragter der Evangelischen Landeskirche Bayern, sprach über „Christlich-Islamische Ehen und Eheschließungen“. Der Vortrag wurde musikalisch sehr schön umrahmt von Franz Bauer am Flügel und Barbara Muthig (Querflöte und Flügel).
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=== Ukrainische Familien und deutsche Freunde feierten das orthodoxe Osterfest ===
  
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Mit einem reichhaltigen Osterbuffet, Musik, Tanz und viel Zeit für Gespräche feierten zahlreiche ukrainische Familien am Sonntagnachmittag im katholischen Pfarrheim Pfaffenhofen das orthodoxe Osterfest 2023.
  
[[Bild:Neujahrsempfang_musiker-k.JPG |290px]]
 
  
''Franz Bauer und Barbara Muthig am Klavier sorgten für schöne''<br />
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[[Bild:Osterfest_ukrainer_buffet_1-k.JPG | 425px]]
''musikalische Unterhaltung beim Neujahrsempfang der Religionen''<br />
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''(mit im Bild Pfarrgemeinderätin Kornelia Walter als Notenumblätterin).''<br />
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''Beim orthodoxen Osterfest der Ukrainer gab es ein ''<br>
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''reichhaltiges Osterbuffet mit traditionellen Köstlichkeiten''<br>
 
''Foto: E. Steinbüchler''
 
''Foto: E. Steinbüchler''
  
  
„Die Welt ist kleiner geworden. Die Globalisierung bringt die Menschen näher zusammen, und das ist für alle Seiten – auch im guten Sinne – eine Herausforderung“, erklärte Stadtpfarrer Frank Faulhaber in seiner Begrüßung. Er zitierte Papst Franziskus, der gefordert hat, dass Offenheit, Wahrheit und Liebe den Dialog zwischen den Religionen kennzeichnen sollen. „Wir in Pfaffenhofen gehen diesen menschlichen Weg“, betonte Faulhaber und fügte hinzu, dass es nicht darum gehe, auf die eigene Identität zu verzichten, sondern aus der eigenen tiefen Überzeugung heraus den Anderen anzunehmen und zu akzeptieren. Die Katholische Stadtpfarrei betrachte ihren Weg mittlerweile als Aufgabe und Pflicht und sie werde ihn fortschreiten, erklärte der Stadtpfarrer, denn es würden Beziehungen aufgebaut und gepflegt, die in die Gesellschaft hineinstrahlen.  
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Mit dazu eingeladen hatten sie ihre deutschen Gastfamilien sowie Begleiter und Helfer. Den Auftakt der Feier bildete ein festlicher Ostergottesdienst in der Spitalkirche, der von Pfarrer Zorian Bereza zelebriert wurde, der als Seelsorger für Geflüchtete aus der Ukraine in München arbeitet.<br>
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''' [[Orthodoxes Osterfest 2023|''' (mehr ...)''']]
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„Danke, dass Sie sich einsetzen!“ wandte sich Bürgermeister Thomas Herker an den Pfarrgemeinderat und den Stadtpfarrer. Er wertete es als gutes Zeichen, dass die größte Pfarrgemeinde Pfaffenhofens zum Jahresbeginn immer die Vertreter der anderen, kleineren Religionsgemeinschaften einlädt und dadurch ein gutes Miteinander pflegt.
 
  
„Dabei ist ja nicht immer eitel Sonnenschein“, fügte Herker hinzu, den es gebe auch Konflikte, wie zuletzt durch den Bau der Moschee. Doch der Bürgermeister zeigte sich optimistisch, dass die Vorbehalte und Ängste mancher Pfaffenhofener gegen die neue Moschee sich als grundlos erweisen werden: „Die Muslime haben seit Jahren einen Gebetsraum in Pfaffenhofen und es wird weder einen vom Minarett rufenden Muezzin noch einen Moschee-Tourismus geben.“ Die Vorurteile den Muslimen gegenüber erinnerten Thomas Herker an Erfahrungen aus seiner Kindheit im damals fast ausschließlich katholischen Pfaffenhofen: „Vor 25 Jahren war der Evangelische noch ein suspektes Wesen!“
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=== Humorvolle und berührende Lesung von Jovan Nikolić ===
  
„Ob Christen, Juden oder Muslime – alle drei sind - milde formuliert – nicht begeistert, wenn einer von ihnen jemanden aus einer anderen Religion heiratet“, erklärte Dr. Rainer Oechslen gleich zu Beginn seines Referats. „Aber die Liebe geht eigene Wege und richtet sich nicht unbedingt nach den Vorschriften der Kirche, Synagoge oder Moschee.“ Und bevor Oechslen auf die zahlreichen Schwierigkeiten einging, auf die religionsverschiedene Brautpaare stoßen, stellte er klar, dass eine Trauung sowohl in einer Kirche als auch in einer Moschee möglich ist. Für Juden allerdings kommt in einem solchen Fall eine liturgische Trauung in einer Synagoge nicht in Frage.
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'''Lesung zum Internationalen Tag der Roma im April 2023'''
  
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Berührende Gedichte, humorvolle Anekdoten und lustige Geschichten, bei denen den Zuhörern aber bisweilen das Lachen im Hals stecken blieb, präsentierte der Schriftsteller Jovan Nikolić seinen Zuhörern im Festsaal des Pfaffenhofener Rathauses. Anlässlich des Internationalen Tags der Sinti und Roma hatte der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) den aus Serbien stammenden Autor zu der Lesung eingeladen.
  
[[Bild:Neujahrsempfang_oechslen-k.JPG |290px]]
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Wie Carine Raskin-Sander, die Organisatorin des Abends, erläuterte, möchte der IKVP sich immer wieder mit der Diskriminierung der Roma und Sinti, mit ihrer Kunst und Literatur beschäftigen, um Akzente zu setzen für eine bessere Verständigung unter den Völkergruppen und so zum Abbau von Vorurteilen beizutragen.
  
''Dr. Rainer Oechslen, Islambeauftragter der Evangelischen Landeskirche Bayern,''<br />
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'' sprach beim Neujahrsempfang der katholischen Stadtpfarrei Pfaffenhofen über''<br />
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[[Bild:Lesung_nikolic.JPG| 400px]]
''„Christlich-Islamische Ehen und Eheschließungen“.''<br />
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''Der Autor Jovan Nikolić bei seiner Lesung in Pfaffenhofen ''<br>
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''mit der Künstlerin Carine Raskin-Sander (links) und der ''<br>
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''Vorsitzenden des Internationalen Kulturvereins, Marita Emrich (rechts)''<br>
 
''Foto: E. Steinbüchler''
 
''Foto: E. Steinbüchler''
  
  
Etwa 18.000 bis 20.000 christlich-muslimische Ehen werden jedes Jahr in Deutschland geschlossen. Dabei beschränken sich die meisten Brautpaare auf eine standesamtliche Trauung – auch wenn sie vielleicht gern eine religiöse Feier hätten. Dr. Oechslen warnte: „Auch durch Verweigerung des Segens kann man Menschen aus ihrer religiösen Heimat hinaus drängen.“ Wenn ein christlich-islamisches Paar trotz aller Alltagsprobleme, familiären Herausforderungen und kulturellen Unterschiede den Schritt in die Ehe wagen wolle, dann sollte laut Oechslen die Kirche zeigen, dass sie die Entscheidung mit trägt und ihren Segen dazu gibt. Das könnte eine wichtige Unterstützung sein für ein Brautpaar, das ohnehin einen schwierigen Anfang durchstehen muss.  
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Jovan Nikolić hat seine Heimat Serbien während der Jugoslawienkriege verlassen und kam als Asylbewerber nach Deutschland. Seit vielen Jahren lebt er in Köln und gilt als einer der bedeutendsten Vertreter zeitgenössischer Roma-Literatur. Er schreibt Gedichte und Prosa, hat mehrere Bücher veröffentlicht, war Journalist und Kabarettist und hat auch Musiktexte und Kolumnen verfasst. In Pfaffenhofen erhielt Nikolić viel Applaus für seine Gedichte aus „Der Gast nirgendwoher“, kurze Prosatexte aus „Seelenfänger, lautlos lärmend“ und Geschichten aus „Weißer Rabe, schwarzes Lamm“. An einem Büchertisch bot die Buchhandlung Wortreich seine Werke an, und kaum ein Zuhörer verließ den Saal, ohne sich ein Buch vom Autor signieren zu lassen.
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=== Albanisch-deutscher Verein gedenkt Sali Çekaj ===
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'''Ausstellung und Buch zu Ehren eines Nationalhelden'''
  
„Warum sträuben sich die Religionen gegen eine solche Ehe?“ fragte der Islambeauftragte der evangelischen Kirche und führte zwei Hauptgründe an: zum einen die Vermutung, dass durch die Ehe die Verankerung in der eigenen Religion geschwächt wird und zum zweiten die Befürchtung, dass die Kinder aus dieser Ehe für die eigene Religion verloren gehen könnten.  
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Rund 150 Gäste aus der weiten Umgebung sowie aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und aus der Schweiz konnte der albanisch-deutsche Kulturverein Sali Çekaj Pfaffenhofen Ende Februar 2023 im Pfarrheim Niederscheyern begrüßen. Anlass war die Vorstellung eines neuen Buches und die Präsentation einer Ausstellung über den Namensgeber des Vereins, den 1999 getöteten kosovarischen Nationalhelden Sali Çekaj.
  
Die evangelisch-lutherische Kirche hat zum Thema christlich-islamische Ehe und Eheschließung im Jahr 2011 eine Handreichung für Pfarrer und Brautpaare herausgegeben, die eine Trauung erleichtern will und eine gemeinsame Feier mit Pfarrer und Imam ermöglicht. Die Schrift stieß aber durchaus auch auf heftigen Widerstand – mit dem Hauptargument, „dass die Muslime einen anderen Gott haben“. Doch das bezeichnete Oechslen als „logischen Unsinn – es gibt nur einen“.
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Wie wohl alle Osteuropäer haben die Kosovo-Albaner einen ausgeprägten Nationalstolz. So prangte auch bei diesem Fest, das kurz nach dem 15. Unabhängigkeitstag des Kosovo gefeiert wurde, die albanische Fahne an der Wand und man ließ die kosovarische und die albanische Nationalhymne erklingen. Unter den Gästen waren auch der Generalkonsul des Kosovo in München, Afrim Nura, sowie die beiden Autoren des Buches über Sali Çekaj, Besnik Rraci und Dr. Sadik Krasniqi. Der Vereinsvorsitzende Gazmend Dashi konnte außerdem Sali Çekajs Bruder Smajl Çekaj und weitere seiner Familienangehörigen begrüßen, die in der Nähe von Stuttgart leben, sowie als Vertreter des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen die Vorsitzende Marita Emrich und ihren Amtsvorgänger Sepp Steinbüchler.
  
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Die Wanderausstellung, die im Saal des Niederscheyerer Pfarrheims aufgebaut war, stammt aus dem Nationalmuseum des Kosovo in Pristina, wohin sie nach ihrer Tournee durch die Schweiz, Deutschland und Frankreich auch wieder zurückkehren wird. Auf großen Schautafeln zeigt sie viele Fotos aus dem Leben von Sali Çekaj und informiert über seine Familie und seinen Werdegang vom Juristen und Bürgermeister zum Kriegshelden im Kosovokrieg. Sali Çekaj war Kommandeur der Befreiungsarmee des Kosovo und wurde 1999 mit 43 Jahren in der Schlacht von Košare getötet. Konzipiert und zusammengestellt wurde die Ausstellung von den beiden Autoren Besnik Rraci und Dr. Sadik Krasniqi, die auch ihr Buch vorstellten, das sich in albanischer und englischer Sprache den „Patriotischen Aktivitäten des Nationalhelden Sali Çekaj“ widmet.
  
[[#top|↑ nach oben]]
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Wie wichtig den Kosovo-Albanern ihr Land und ihre Landsleute sind, zeigt der Pfaffenhofener Verein „Sali Çekaj“ bereits seit über 30 Jahren durch seine kulturellen und humanitären Aktivitäten. Aber auch Integration und interkulturelle Zusammenarbeit sind den Albanern in Pfaffenhofen große Anliegen, und so sind sie seit vielen Jahren wichtige Mitarbeiter im Internationalen Kulturverein. Das betonte auch Sepp Steinbüchler, der die Bedeutung von Frieden „unter uns Völkern in Europa“ hervorhob und den Albanern „für diesen Willen und die Freundschaft“ dankte.
  
  
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[[Bild:Sali_cekaj1-2023.JPG | 400px]]
  
== Programm zu den Interkulturellen und Interreligiösen Wochen 2014 ==
 
  
Die Interkulturellen und Interreligiösen Wochen 2014 finden vom 9. Mai bis 9. Juni 2014 in Pfaffenhofen statt. [[Interkult und Interrel Wochen 2014 | ''' (Das Programm im Detail ...)''']]
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''Bei der Buchvorstellung des albanisch-deutschen Kulturvereins (von links): Afrim Nura, der Generalkonsul des Kosovo in Bayern, der Vereinsvorsitzende Gazmend Dashi, die Buchautoren Besnik Rraci und Dr. Sadik Krasniqi, Osman Ferizi, ehemaliger Vorsitzender des Pfaffenhofener Vereins und jetzt Vorsitzender der Demokratischen Liga des Kosovo (LDK) in Deutschland, sowie Smajl Çekaj, der Bruder des kosovarischen Nationalhelden Sali Çekaj. Foto: E. Steinbüchler''
  
  
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== Eigenes Vereinshaus für deutsch-albanischen Kulturverein Sali Çekaj ==
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=== Lesung am 6.4.2023 zum Internationalen Tag der Sinti und Roma ===
  
Über ein eigenes Vereinshaus freuen sich seit Januar 2014 die Mitglieder des albanisch-deutschen Kulturvereins Sali Çekaj. Am Bugscharrn 10 in Pfaffenhofen haben sie ein altes Einfamilienhaus, das seit einiger Zeit nicht mehr bewohnt wird, günstig gemietet. Das Haus gehört einer Erbengemeinschaft und eine der Besitzerinnen ist bei einem interkulturellen Träger der Jugendhilfe in Berlin beschäftigt, was die Entscheidung, das Haus dem deutsch-albanischen Kulturverein zur Verfügung zu stellen, begünstigte.
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Die Roma und Sinti in Deutschland, ihre Kunst, aber auch ihre Diskriminierung waren bereits vor einem Jahr Thema beim Internationalen Kulturverein Pfaffenhofen. Nach der erfolgreichen Ausstellung des Roma-Künstlers Alfred Ullrich in der Städtischen Galerie und dem Vortrag von Ilona Roché über die Geschichte der deutschen Sinti greift der Verein das Thema jetzt wieder auf: Anlässlich des Internationalen Tags der Sinti und Roma kommt Jovan Nikolić, einer der bedeutendsten Vertreter zeitgenössischer Roma-Literatur, zu einer Lesung nach Pfaffenhofen.  
  
Bei einem ersten großen Arbeitseinsatz trafen sich am vergangenen Samstag etliche Männer des Vereins, um den Garten herzurichten und auch bereits mit dem Weißeln der Innenräume zu beginnen.
 
  
Der Kulturverein Sali Çekaj hat schon lange nach eigenen Räumen gesucht, um hier Vorstandssitzungen, regelmäßige Treffen und auch kleinere Feiern durchführen zu können. Außerdem haben sie jetzt Lagerräume für die verschiedensten Gegenstände des Vereins, die sie bisher in ihren Wohnungen einlagern mussten.
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[[Bild:Jovan_Nikolic1-cr-Groenert_Kölner_Stadt-Anzeiger-k.jpg | 300px]]
  
Doch nicht nur die Mitglieder des albanisch-deutschen Vereins sollen das Haus nutzen können, sondern sie wollen es auch anderen Ländergruppen sowie Asylbewerbern für ihre Treffen zur Verfügung stellen.
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''Jovan Nikolić, © Grönert Kölner Stadt-Anzeiger''
  
Für die Jugendarbeit von Sali Çekaj und die Proben der Kindertanzgruppe sind die Räume in dem kleinen Haus am Bugscharrn 10 allerdings nicht geeignet und da sind die Verantwortlichen des Vereins weiterhin sehr froh, den Saal im Kolpinghaus an der Auenstraße nutzen zu können.
 
  
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'''Unter dem Titel „Der Gast nirgendwoher“ liest Jovan Nikolić am Donnerstag, 6. April 2023 (zwei Tage vor dem eigentlichen Gedenktag der Roma und Sinti) um 19 Uhr im Festsaal des Rathauses. Der Internationale Kulturverein lädt dazu alle Interessierten bei freiem Eintritt ein.''' [[Internatiuonaler Tag der Sinti und Roma|''' (mehr ...)''']]
  
[[Bild:albaner_bugscharrn-1-k.JPG |290px]]  [[Bild:albaner-bugscharrn-2-k.JPG |290px]]
 
  
''Die Mitglieder des albanisch-deutschen Kulturvereins Sali Çekaj freuen sich über ihr Vereinshaus''<br />
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[[#top|↑ nach oben]]
''am Bugscharrn 10 in Pfaffenhofen. Bevor sie das Haus für ihre Treffen nutzen können, sind aber''<br />
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''einige Arbeitseinsätze notwendig.''<br />
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''Foto: E. Steinbüchler''
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=== Hinweis auf Messe für soziale Berufe ===
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Wir möchten auf die „Messe für soziale Berufe“ am Samstag, 04.02.2023 von 10 Uhr bis 15 Uhr in der Georg-Hipp-Realschule Pfaffenhofen hinweisen. Ein Besuch könnte neue Perspektiven aufzeigen, auch für Personen mit Migrationshintergrund und ausreichenden Deutschkenntnissen.
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Unter dem folgenden Link erreichen Sie den <html><b><a href="http://ikvp-paf.de/texte/Flyer_Messe_fuer_soziale_Berufe_04.02.2023.pdf">Flyer zur Messe</a></b>
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</html> (PDF-Dokument mit ca. 210 KB, Dateiname: Flyer_Messe_fuer_soziale_Berufe_04.02.2023.pdf) zum Herunterladen.
  
  
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[[Fortsetzung|Weitere Artikel (Fortsetzung)]]
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== Artikel der beiden Vorjahre ==
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Beiträge, die in der Regel aus den beiden Vorjahren sind, finden Sie unter [[Fortsetzung|weitere Artikel (Fortsetzung)]].
  
  
== Archiv ==
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== Ältere Artikel ==
 
Noch ältere Artikel können im [[Archiv|Archiv]] nachgelesen werden.
 
Noch ältere Artikel können im [[Archiv|Archiv]] nachgelesen werden.
  
 
[[#top|↑ nach oben]]
 
[[#top|↑ nach oben]]

Aktuelle Version vom 28. März 2025, 20:41 Uhr

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2025

Der IKVP hat vorerst keine Geschäftsstelle mehr

Der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) hat vorerst keine Geschäftsstelle mehr. Der Verein musste kurzfristig sein Büro an der Rot-Kreuz-Straße räumen, da das ehemalige Rot-Kreuz-Haus anderweitig vermietet wurde. Das gesamte Inventar hat der IKVP jetzt in einem Lagerraum im Bunker-Verwaltungsgebäude zwischengelagert, bis hoffentlich bald ein neuer Büroraum gefunden wird.


IKVP Auszug4 Sepp-k.jpg IKVP Auszug1-k.jpg IKVP Auszug2-k.jpg

Sepp Steinbüchler, die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich und die Umzugshelfer, Mohammad Shafiq Azimi
und Waldemar Emrich beim Räumen der IKVP-Geschäftsstelle im alten Rot-Kreuz-Haus
Foto Emrich


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Interessantes Fastenbrechen mit gutem Essen, Gesprächen und vielen Informationen

Im islamischen Fastenmonat Ramadan treffen sich jeden Abend viele Pfaffenhofener Muslime in der Moschee an der Hohenwarter Straße. Nachdem sie den ganzen Tag gefastet haben, kommen sie nach Sonnenuntergang zum Abendgebet und zum gemeinsamen Essen zusammen. Einige Frauen der türkisch-islamischen Ditib-Gemeinde kochen jeden Tag für dieses abendliche Fastenbrechen, den „Iftar“, und vor allem an den Wochenenden ist dann hier „volles Haus“. (mehr ...)

Fastenbrechen-Essen-2025-k.JPG


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Bronzene Stadtmedaille für Sepp Steinbüchler

Sepp Steinbüchler, der Gründer, langjährige Vorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende des Internationalen Kulturvereins (IKVP), hat eine Stadtmedaille verliehen bekommen. Beim so genannten „Sozialempfang“ am 22. Januar 2025 zeichnete Bürgermeister Thomas Herker elf verdiente Bürgerinnen und Bürger für ihr soziales bzw. kommunalpolitisches Engagement besonders aus.

(mehr ...)


Stadtmedaille Sepp-k.jpg


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2024

Vortragsabend über Klimawandel und Klimagerechtigkeit

Mit einem Vortrags- und Diskussionsabend über „Klimawandel und Klimagerechtigkeit“ beendete der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) am 8. November 2024 die diesjährigen Interkulturellen und Interreligiösen Wochen. Zu Gast im Pfaffenhofener Pfarrsaal war dabei der Münchener Theologe und Physiker Georg Sauerwein, der mit vielen Zahlen, Daten und Fakten die globalen und nationalen Probleme und Notwendigkeiten darlegte. Zugleich forderte er aber auch lokale Unternehmen, Verbände und Initiativen zum Handeln auf und nahm letztlich auch jeden Einzelnen in die Pflicht, seinen Lebensstil zu überdenken: „Wir müssen zumindest das Fliegen und den Fleischkonsum reduzieren – da kommen wir nicht drum herum.“ Ein Beispiel für eine ganz konkrete Initiative vor Ort gab Patricia Kufer, die bereits vor Jahren die Aktion „plastikfrei“ in Pfaffenhofen ins Leben gerufen hat und sich im „Arbeitskreis Schöpfung“ des Pfarrgemeinderates engagiert.

(mehr ...)


Klimagerechtigkeit-k.JPG

Im Gespräch über Klimagerechtigkeit und konkrete Maßnahmen
(von links): Georg Sauerwein, Patricia Kufer, die
IKVP-Vorsitzende Marita Emrich und Moderator Sepp Steinbüchler.


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IKVP-Versammlung mit Rückblick auf Interkulturelle Wochen

Mit den Interkulturellen und Interreligiösen Wochen 2024 samt Jubiläumsfest hat der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) eine interessante und abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe - fast - hinter sich. Fast, weil der Abschluss noch bevorsteht, denn am 8. November 2024 hat der Verein den Theologen, Physiker und Sozialethiker Georg Sauerwein zu Gast. Zu seinem Vortrag über Klimawandel und Klimagerechtigkeit sind alle Interessierten um 19.30 Uhr ins katholische Pfarrheim eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Einen Rückblick auf die bisherigen elf Veranstaltungen der Interkulturellen Wochen und eine lange Reihe weiterer Aktivitäten der beiden letzten Jahre gab die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich am 25. Oktober 2024 bei der Mitgliederversammlung im Pfarrsaal. Mehrere AK-Leiter und Beiratsmitglieder berichteten aus ihren Bereichen, und da hatte der Ditib-Vorsitzende Recep Bal gute und schlechte Nachrichten. (mehr ...)


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Vortrags- und Diskussionsabend zum Thema Klimagerechtigkeit

Dem Thema „Klimawandel und Klimagerechtigkeit“ widmet sich der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) zum Abschluss seiner diesjährigen Interkulturellen und Interreligiösen Wochen. Am Freitag, 8. November um 19.30 Uhr sind alle Interessierten herzlich zu einem Vortrags- und Diskussionsabend im Pfarrsaal der katholischen Stadtpfarrei Pfaffenhofen, Scheyerer Straße 2, eingeladen. Der Eintritt ist frei. (mehr ...)


Georg sauerwein-k.jpg

Der Referent Georg Sauerwein


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„Zukunft der Religionen“ als zugkräftiges Thema

Das Thema „Zukunft der Religionen“ ist offensichtlich von großem Interesse. Der Pfarrsaal jedenfalls war am Freitagabend beim Jahresempfang der Religionen und Kulturen mit rund 90 Personen gut gefüllt. So zeigte sich die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Waltraud Daniel, die in Vertretung von Pfarrer Albert Miorin die Gäste begrüßte, schier überwältigt von dem Andrang. Neben dem Thema war aber sicher auch der Referent zugkräftig, denn Professor Dr. Martin Rötting ist nicht nur ein renommierter Religionswissenschaftler, dessen neuestes Buch den Titel „Religionen in der Zukunft!?“ trägt, sondern er ist in Pfaffenhofen auch ein alter Bekannter, der hier aufgewachsen ist und einige Jahre an den Schulen in Ilmmünster und Geisenhausen als Religionslehrer tätig war. (mehr ...)


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Beim Jahresempfang der Religionen und Kulturen (von links):

der ukrainische Pianist Yevgenii Matveew, die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich,

Professor Dr. Martin Rötting, die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Waltraud Daniel

und Sepp Steinbüchler, der Leiter der AG Tisch der Religionen und Kulturen im IKVP.

Foto: E. Steinbüchler


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Jahresempfang der Religionen und Kulturen zum Thema „Zukunft der Religionen“

Zum öffentlichen „Jahresempfang der Religionen und Kulturen“ in Pfaffenhofen lädt in diesem Jahr die Katholische Stadtpfarrei St. Johannes Baptist gemeinsam mit der AG Tisch der Religionen und Kulturen des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP) ein. Am Freitag, 18. Oktober 2024, um 19.30 Uhr sind dazu alle Interessierten herzlich im Pfarrsaal, Scheyerer Straße 2, willkommen. Der Eintritt ist frei. (mehr ...)


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Foto: Rötting


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Beste medizinische Versorgung auch für die Ärmsten

Pfaffenhofener Arzt Dr. Volker Stagge engagiert sich ehrenamtlich in Nepal

Es gibt Menschen, bei denen möchte man glauben, ihr Tag hat mehr als 24 Stunden. Dr. Volker Stagge ist so ein Mensch: Beruflich ist er als Leitender Oberarzt in der Pfaffenhofener Ilmtalklinik tätig und bietet Sprechstunden im internistischen MVZ an. Ehrenamtlich leitet er die Neuapostolische Gemeinde Pfaffenhofen, führt Gottesdienste, Taufen, Trauungen und Trauerfeiern durch und betätigt sich in der Ökumene.


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Volker Stagge vor einem kleinen hinduistischen Tempel im Tal zum Annapurna
Foto: privat


Doch damit noch längst nicht genug: Seit elf Jahren engagiert er sich für ein Non-Profit-Krankenhaus in Nepal, beschafft notwendige medizinische Materialien und fliegt in seinem Urlaub auf eigene Kosten nach Fernost, um im Dhulikhel-Hospital ohne Bezahlung zu arbeiten und sein Wissen und seine Erfahrung an junge Mediziner und Pflegekräfte weiterzugeben. (mehr ...)


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Interessanter Vortrag zum christlich-islamischen Dialog

Fundamentale Gemeinsamkeiten – aber viele Vorurteile

Fundamentale Gemeinsamkeiten zwischen Christen und Muslimen hieß das Thema eines hochinteressanten Vortrags, den Benjamin Idriz, weithin bekannter Imam aus Penzberg, am Freitagabend, dem 21. Juni 2024, im katholischen Pfarrheim hielt. Der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) hatte ihn im Rahmen seiner Interkulturellen und Interreligiösen Wochen 2024 eingeladen, und Idriz begrüßte die Besucher mit einem herzlichen „Grüß Gott und Salam aleikum“, dem arabischen Friedensgruß. (mehr ...)


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Nach dem Vortrag von Benjamin Idriz (rechts) war noch Zeit für Fragen und Gespräche.
Mit im Bild (weiter von rechts) die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich und die beiden
Initiatoren des christlich-islamischen Dialogs in Pfaffenhofen, Ali Tekin und Sepp Steinbüchler

Foto: E. Steinbüchler


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20 Jahre christlich-islamischer Dialog in Pfaffenhofen

Vor 20 Jahren begann der christlich-islamische Dialog in Pfaffenhofen. Erste Kontakte zur türkisch-islamischen Ditib-Gemeinde knüpfte im Frühjahr 2004 der damalige Patoralreferent der katholischen Stadtpfarrei, Sepp Steinbüchler. Die islamische Gemeinde war ebenfalls sehr interessiert an einem gegenseitigen Kennenlernen. Zusammen mit dem Ditib-Vorsitzenden Ali Tekin gründete Steinbüchler den Arbeitskreis christlich-islamischer Dialog, dem sich nach und nach immer mehr Vertreter der muslimischen sowie der katholischen und der evangelisch-lutherischen sowie später auch der freikirchlichen Gemeinde und der Neuapostolischen Kirche anschlossen.

Von Anfang an ging es dabei nicht um hochtrabende theologische Diskussionen, sondern darum, ins Gespräch zu kommen und vom Leben und Alltag der anderen zu hören. (mehr ...)


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„Hoffnung auf mehr Menschlichkeit“, ansprechendes Friedensgebet mit Informationen über Nepalhilfe

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Unter dem Thema „Hoffnung auf mehr Menschlichkeit“ stand am Mittwochabend, den 12. Juni 2024, das mittlerweile achte Friedensgebet am Baum der Religionen im Pfaffenhofener Bürgerpark. Bei kühlen Temperaturen, aber trockenem Wetter nahmen zahlreiche Besucher die Einladung des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP) an und erlebten eine wohltuende Stunde mit ansprechenden Texten und Gebeten sowie schönen Liedern. (mehr ...)


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IKVP feierte doppeltes Jubiläum

20 Jahre Christlich-Islamischer Dialog und 15 Jahre IKVP

Die bunte Vielfalt der verschiedenen Ländergruppen, aber auch die Bedeutung des Ehrenamts standen beim Jubiläumsfest des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP) am Samstagabend, dem 8. Juni 2024, im Mittelpunkt. Der Saal im katholischen Pfarrheim platzte aus allen Nähten, und mit Musik und schwungvollen Tänzen gaben vor allem die Kindergruppen des Vereins lebhafte Einblicke in die Kultur ihrer Länder. (mehr ...)


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Besondere musikalische Talente: Anastasia und Markian Lytvin auf Querflöte und Klarinette


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„Kunst deines Nachbarn“, ukrainische Kunst beeindruckt und berührt

Kunst kann Brücken bauen, kann Türen zu fremden Kulturen öffnen und neue Sichtweisen ermöglichen. Bereits zum 6. Mal zeigt eine Ausstellung in der Reihe „Kunst deines Nachbarn“ in der Städtischen Galerie im Haus der Begegnung Kunstwerke ausländischer Mitbürger. Diesmal steht die Kunst aus der Ukraine im Mittelpunkt, und wieder ist es der Kuratorin Carine Raskin-Sander gelungen, im Rahmen der Interkulturellen und Interreligiösen Wochen des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP) eine absolut sehenswerte Ausstellung zu präsentieren.


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Foto: Iryna Fedorenko mit einem Bild aus ihrer Reihe der „Kriegskinder“


Die Ausstellung ist noch bis zum 9. Juni täglich geöffnet, und zwar samstags, sonntags und am Feiertag von 11 bis 17 Uhr und werktags von 13.30 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine Führung durch die Ausstellung wird noch an zwei Sonntagen, 26. Mai und 2. Juni, jeweils um 16 Uhr angeboten. (mehr ...)


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Hinweis: Terminänderung für den Film "Tori und Lokita"

Wegen anstehender Renovierungsarbeiten im Kino muss der interkulturelle Film "Tori und Lokita" vom 21. Mai auf den 7. Mai vorverlegt werden.


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März 2024: Gemeinsames Fastenbrechen mit Freitagsgebet und gutem Essen

Ihre Gastfreundschaft stellen die Mitglieder der türkisch-islamische Gemeinde Ditib Pfaffenhofen jedes Jahr im Fastenmonat Ramadan unter Beweis. So luden sie auch am Freitagabend wieder Vertreter anderer Religionen, aus Stadt und Politik, Schulen und Gesellschaft zum gemeinsamen Fastenbrechen ein. (mehr ...)


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Besucher des Fastenbrechens beim Essen
Alle Fotos: E. Steinbüchler


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Lebendige Bibliothek

Die Lebensgeschichten der Menschen sind so vielfältig wie ihre Gesichter. Wenn uns andere an ihren Erfahrungen und Sichtweisen teilhaben lassen, kann das bereichernd, interessant und berührend sein. In der „Lebendigen Bibliothek“ können Menschen aus verschiedenen Ländern für ein Gespräch „ausgeliehen“ werden.

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Das Format bringt Menschen miteinander ins Gespräch, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären und eröffnet die Möglichkeit, Fragen zu stellen, neue Perspektiven kennenzulernen und Gemeinsamkeiten zu entdecken.


Datum: Samstag, 09.03.2024
Uhrzeit: 9:00–12:00 Uhr
Ort: Landratsamt Pfaffenhofen, Hauptplatz 22, Vorraum zum großen Sitzungssaal, 3. Stock


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Kundgebung am Hauptplatz in Pfaffenhofen

Am Sonntag, den 27. Februar 2024, von 14:00 – 16:00 Uhr findet eine Kundgebung zum Thema "Für Demokratie und Menschenwürde! Gegen Rechtsextremismus!" am Hauptplatz in Pfaffenhofen statt. Bitte kommt recht zahlreich.


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Interkulturelle und Interreligiöse Wochen 2024 und IKVP feiert 15-jähriges Bestehen und 20 Jahre christlich-islamischen Dialog

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Zum mittlerweile 8. Mal veranstaltet der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) in diesem Jahr Interkulturelle und Interreligiöse Wochen, und dabei gibt es diesmal ein doppeltes Jubiläum zu feiern: Der IKVP besteht seit 15 Jahren, und bereits seit 20 Jahren gibt es den christlich-islamischen Dialog in Pfaffenhofen. (das Programm und mehr ...)


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Lichterkette, Demo gegen Rechtsextremismus

Ein breit aufgestelltes Bündnis von Organisationen und Einzelpersonen plant für Sonntag, den 4. Februar von 18:00 – 18:30 Uhr eine Lichterkette am Hauptplatz in Pfaffenhofen.

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Gemeinsam wollen wir „Für Demokratie & Menschenwürde! Gegen Rechtsextremismus!“ ein Zeichen setzen. Wir hoffen, dass viele Menschen teilnehmen werden.


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2023

Interreligiöses Netzwerk Klimagerechtigkeit gegründet

Mehrere Religionsgemeinschaften und Umweltorganisationen in Bayern haben bei einer Tagung im fränkischen Vierzehnheiligen ein Interreligiöses Netzwerk Klimagerechtigkeit gegründet. Gemeinsam wollen sie klimagerechtes Handeln in den Religionsgemeinschaften stärken und interreligiöse Perspektiven für ein Zusammenleben in Vielfalt weiterentwickeln. Unter den Teilnehmern war auch Sepp Steinbüchler aus Pfaffenhofen (mehr ...)


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Tagungsteilnehmer nach der Gründung des Interreligiösen Netzwerks Klimagerechtigkeit
in Vierzehnheiligen, darunter Sepp Steinbüchler aus Pfaffenhofen (9. v. rechts).
Foto: Mirjam Elsel


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Neuer Vereinsflyer

IKVP-Vereinsflyer-2023-deckblatt.jpeg Es gibt einen neuen Vereinsflyer. Er kann von hier herunter geladen werden
(PDF-Dokument mit ca. 1,6 MB,
Dateiname: IKVP-Vereinsflyer-2023.pdf).


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Zwei neue Vorstandsmitglieder beim IKVP

Vorstandswahlen standen bei der letzten Mitgliederversammlung des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP) auf der Tagesordnung. Die Vorsitzende Marita Emrich und ihre Vorstandskollegen Ardian Ndreka, Metin Hano und Wolfgang Böhm wurden wiedergewählt. Außerdem gehört Martin Rohrmann als Integrationsreferent des Stadtrates weiterhin dem Vorstand an. Da Christine Kuplent und Marzanna Draczynska-Kühnel nicht mehr kandidierten, wurden zwei neue Mitglieder gewählt: Mit Claudia Johannsen von der evangelisch-lutherischen Gemeinde und Svitlana Ziskins als Vertreterin der neuen ukrainischen Ländergruppe ist der Vorstand wieder komplett.


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Der neue Vorstand des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen
mit Ardian Ndreka (von links), Martin Rohrmann, Wolfgang Böhm,
Claudia Johannsen, Metin Hano, Marita Emrich (Vorsitzende) und Svitlana Ziskins
Foto: E. Steinbüchler


Wiedergewählt wurden die beiden langjährigen Kassenprüferinnen Renate Popp und Maria Yu, und auch die Mitglieder des Beirats wurden bestätigt.

Marita Emrich ging in ihrem Rechenschaftsbericht auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres und des ersten Halbjahres 2023 ein, und ein Ausblick auf die Interkulturellen und Interreligiösen Wochen 2024 sowie weitere Projekte rundete die Versammlung ab.


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Picknick im Paradiesgarten

Seit zehn Jahren gibt es den Pfaffenhofener InterKulturGarten, und eine beliebte Veranstaltung auf dem idyllischen Gelände ist jeden Sommer das „Picknick im Paradiesgarten“. Am Samstag, 15. Juli 2023 von 14 bis 19 Uhr lädt die Gestaltungsgemeinschaft InterKulturGarten in Kooperation mit dem Arbeitskreis Inklusion und dem Internationalen Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) wieder alle Interessierten dazu ein.

Das fast 10 000 Quadratmeter große interkulturelle und inklusive Garten-Paradies auf dem Bunkergelände am Heimgartenweg öffnet seine Pforten an diesem Tag für Jung und Alt, Familien und Alleinstehende aller Nationalitäten zu einem zwanglosen Kennenlernen und netten Gesprächen.

Mitten im Grünen und doch nah am Stadtzentrum lädt der InterKulturGarten ein zum Picknicken und Entspannen oder auch zum Lagerfeuer und Grillen. Außerdem steht der LebensraumErlebnisPfad zum Selbsterkunden offen.


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Für das „Picknick im Paradies“ bietet der idyllische InterKulturGarten
auf dem Pfaffenhofener Bunkergelände den idealen Rahmen
Foto: E. Steinbüchler


Für Getränke ist gesorgt, ansonsten gilt aber das Prinzip der Selbstversorgung: Die Besucher sollen Sitzgelegenheiten oder eine Picknickdecke sowie Geschirr und Besteck (kein Einweggeschirr, keine Pappbecher) und bei Bedarf auch einen Grill selbst mitbringen. Auch fürs Essen sorgt jeder selbst, wobei alle mitgebrachten Köstlichkeiten auch gern zum Austausch am Internationalen Büfett angeboten werden können.

Zur Unterhaltung spielt Claudia Urra ihren Leierkasten. Die Kinder sind beim Malen, Basteln oder Schminken richtig, sie können im Sandkasten spielen, die Schaukeln und die Hängematte benutzen oder sich auf die Kletterbäume wagen.

Das Picknick findet bei jedem Wetter statt. Der InterKulturGarten befindet sich in der Nähe des Pfaffenhofener Freibads am Heimgartenweg (oberhalb Auto Weber). Die Anfahrt mit dem Auto ist möglich, zum Parken empfiehlt sich aber ganz in der Nähe der Parkplatz Hirschbergerwiese am Eisstadion bzw. Ilmbad.


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Mitgliederversammlung 2023

Am Freitag, den 14. Juli 2023 findet wieder eine Mitgliederversammlung statt.

Ort: Hofbergsaal, Hofberg 7, Pfaffenhofen
Beginn: 19.30 Uhr

Alle Mitglieder, sowie Freunde und Förderer des IKVP sind herzlich eingeladen.


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Friedensgebet 2023 im Bürgerpark

Friedensgebet am Baum der Religionen im Bürgerpark aktuell und lebensnah: Informationen, Gebete und Lieder zum Thema „Solidarität mit den Armen“

Zum diesjährigen Friedensgebet am „Baum der Religionen“ lud der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) am Mittwoch, 14. Juni in den Pfaffenhofener Bürgerpark an der Weiherer Straße ein. Der Internationale Kulturverein hat im Jahr 2017, zur Pfaffenhofener Gartenschau, die Patenschaft für den „Baum der Religionen“ bzw. „Baum des Friedens“ im Bürgerpark übernommen. Die Wildkirsche, die mit vielen bunten Bändern geschmückt ist, gilt seitdem als sichtbares Zeichen der Völkerverständigung und steht für das friedliche Zusammenleben der Religionen und Kulturen sowie Integration. Direkt daneben befindet sich auch die bronzene Friedensstele, die der Schrobenhausener Künstler Richard Gruber gestaltet hat.

Unter dem Thema „Frieden schaffen durch Solidarität mit den Armen“ stand das diesjährige Friedensgebet am Baum der Religionen, das über 90 Besucher im Pfaffenhofener Bürgerpark erlebten. Der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) hatte dazu bereits zum siebten Mal eingeladen, und zum zweiten Mal übernahm der Chor der Liedertafel – diesmal mit seinem neuen Leiter Wolfgang Wirsching – die ansprechende musikalische Gestaltung.


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Der Chor der Liedertafel unter der Leitung von Wolfgang Wirsching (rechts im Bild)
Foto: Liedertafel

(mehr zum Friedensgebet 2023 ...)


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Gruppen des IKVP beim Neubürgerfest

Viele Gruppen des IKVP waren am Neubürgerfest am 21. Mai mit einem Stand im Bürgerpark Pfaffenhofen vertreten.


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Ein Angbot: Malwettbewerb, Foto E. Steinbüchler

(mehr Fotos ...)


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Gelungenes Benefiz-Fußballturnier

16 Teams beteiligten sich am diesjährigen humanitären Fußballturnier des albanisch-deutschen Kulturvereins Sali Çekaj e.V. Pfaffenhofen. Nach vielen spannenden Spielen konnte schließlich die Mannschaft B&F Bauservice aus Mainburg den Siegerpokal mit heimnehmen. Auf Platz zwei folgte der FC Neuburg, gefolgt vom FC Tiki Taka.

Die Mannschaft von Sali Çekaj erwies sich dabei als sehr guter Gastgeber, denn sie beschied sich mit einem der hinteren Plätze. Gastgeberqualitäten bewiesen aber auch die Helfer, die für eine gute Bewirtung mit Getränken sowie Grillfleisch und Hamburgern sorgten. Die Durchführung des Turniers hatten die bisherigen Verantwortlichen diesmal an die jüngere Generation weitergegeben. Bei Argent Ferizi, der (mehr ...) vor kurzem zum neuen Vorsitzenden von Sali Çekaj gewählt worden war, und seinen Mitstreitern lag die Leitung nun auch in besten Händen. Die Spiele konnten in vier Gruppen mit jeweils vier Teams reibungslos abgewickelt werden – bis auf eine Verzögerung durch die Landung eines Rettungshubschraubers, der wegen eines Einsatzes in der benachbarten Dreifachturnhalle alarmiert worden war.

Mehrere Mannschaften kamen aus Pfaffenhofen, aber auch Teams aus der weiten Umgebung nahmen teil. Sie traten auf zwei Kleinfeldplätzen auf dem Kunstrasen gegeneinander an, und zwar jeweils zwölf Minuten lang in den Gruppenspielen und 15 Minuten in der K.O.-Phase.

Neben dem sportlichen Erfolg standen für die Mannschaften auch das Gemeinschaftserlebnis und die gute Unterhaltung, vor allem aber auch der humanitäre Gedanke im Vordergrund. Der Verein Sali Çekaj hat das Benefiz-Fußballturnier bereits vor über 20 Jahren ins Leben gerufen, um Spenden zu sammeln für Kriegswaisen und bedürftige Familien im Kosovo und in Albanien. Diese Hilfsbereitschaft ist für den Verein nach wie vor sehr wichtig. So kommen auch diesmal wieder sämtlich Einnahmen, die durch die Teilnehmerbeiträge sowie die Verpflegung bei dem Turnier erzielt wurden, Hilfsprojekten in Albanien oder dem Kosovo zugute.


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Das Team des albanisch-deutschen Kulturvereins Sali Çekaj Pfaffenhofen
mit dem früheren Vorsitzenden Osman Ferizi (rechts),
Spielleiter Argjent Cakiqi (2. v. rechts) und dem Turnierleiter
und neuen Vereinsvorsitzenden Argent Ferizi (vorne links)
Foto: E. Steinbüchler


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Generationswechsel bei Sali Çekaj

Der albanisch-deutsche Kulturverein Sali Çekaj e.V. Pfaffenhofen setzt auf seinen Nachwuchs. Bei der Vorstandswahl während der letzten Mitgliederversammlung im Mai 2023 gab es einen Generationswechsel an der Spitze: Gazmend Dashi gab das Amt des 1. Vorsitzenden ab und fungiert nun als stellvertretender Vorsitzender. Zum neuen Vorsitzenden wurde Argent Ferizi gewählt. Dessen Vater Osman Ferizi, der bis 2019 Vorsitzender des Pfaffenhofener Vereins war und seitdem Vorsitzender der Demokratischen Liga des Kosovo (LDK) in Deutschland ist, wurde einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt.


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Generationswechsel an der Spitze des albanisch-deutschen Kulturvereins Pfaffenhofen:
Gazmend Dashi (rechts) übergab das Amt des 1. Vorsitzenden an Argent Ferizi


Die weiteren Vorstandsmitglieder von Sali Çekaj sind jetzt Zymer Zeneli, Shemsi Haziri, Shaban Muli, Rafet Mehmeti, Rafet Muli, Fatlum Shala und Perparim Kolgeci.


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Nach den Vorstandswahlen des albanisch-deutschen Kulturvereins
Sali Çekaj Pfaffenhofen (von links): Shemsi Haziri, Rafet Mehmeti,
Zymer Zeneli, der neue Vorsitzende Argent Ferizi, Wahlleiter Rexhep Nikqi (stehend),
2. Vorsitzender Gazmend Dashi, Fatlum Shala, Rafet Muli und Shaban Muli


Aus dem Vorstand ausgeschieden sind – nach zumeist langjähriger Tätigkeit – Blerim Cakiqi, Ardian Ndreka, Isuf Qetaj, Naim Haxhijaj, Maxhun Smajli, Mustaf Shala und Ermal Hoxha.


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Ukrainische Familien und deutsche Freunde feierten das orthodoxe Osterfest

Mit einem reichhaltigen Osterbuffet, Musik, Tanz und viel Zeit für Gespräche feierten zahlreiche ukrainische Familien am Sonntagnachmittag im katholischen Pfarrheim Pfaffenhofen das orthodoxe Osterfest 2023.


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Beim orthodoxen Osterfest der Ukrainer gab es ein
reichhaltiges Osterbuffet mit traditionellen Köstlichkeiten
Foto: E. Steinbüchler


Mit dazu eingeladen hatten sie ihre deutschen Gastfamilien sowie Begleiter und Helfer. Den Auftakt der Feier bildete ein festlicher Ostergottesdienst in der Spitalkirche, der von Pfarrer Zorian Bereza zelebriert wurde, der als Seelsorger für Geflüchtete aus der Ukraine in München arbeitet.
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Humorvolle und berührende Lesung von Jovan Nikolić

Lesung zum Internationalen Tag der Roma im April 2023

Berührende Gedichte, humorvolle Anekdoten und lustige Geschichten, bei denen den Zuhörern aber bisweilen das Lachen im Hals stecken blieb, präsentierte der Schriftsteller Jovan Nikolić seinen Zuhörern im Festsaal des Pfaffenhofener Rathauses. Anlässlich des Internationalen Tags der Sinti und Roma hatte der Internationale Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) den aus Serbien stammenden Autor zu der Lesung eingeladen.

Wie Carine Raskin-Sander, die Organisatorin des Abends, erläuterte, möchte der IKVP sich immer wieder mit der Diskriminierung der Roma und Sinti, mit ihrer Kunst und Literatur beschäftigen, um Akzente zu setzen für eine bessere Verständigung unter den Völkergruppen und so zum Abbau von Vorurteilen beizutragen.


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Der Autor Jovan Nikolić bei seiner Lesung in Pfaffenhofen
mit der Künstlerin Carine Raskin-Sander (links) und der
Vorsitzenden des Internationalen Kulturvereins, Marita Emrich (rechts)
Foto: E. Steinbüchler


Jovan Nikolić hat seine Heimat Serbien während der Jugoslawienkriege verlassen und kam als Asylbewerber nach Deutschland. Seit vielen Jahren lebt er in Köln und gilt als einer der bedeutendsten Vertreter zeitgenössischer Roma-Literatur. Er schreibt Gedichte und Prosa, hat mehrere Bücher veröffentlicht, war Journalist und Kabarettist und hat auch Musiktexte und Kolumnen verfasst. In Pfaffenhofen erhielt Nikolić viel Applaus für seine Gedichte aus „Der Gast nirgendwoher“, kurze Prosatexte aus „Seelenfänger, lautlos lärmend“ und Geschichten aus „Weißer Rabe, schwarzes Lamm“. An einem Büchertisch bot die Buchhandlung Wortreich seine Werke an, und kaum ein Zuhörer verließ den Saal, ohne sich ein Buch vom Autor signieren zu lassen.


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Albanisch-deutscher Verein gedenkt Sali Çekaj

Ausstellung und Buch zu Ehren eines Nationalhelden

Rund 150 Gäste aus der weiten Umgebung sowie aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und aus der Schweiz konnte der albanisch-deutsche Kulturverein Sali Çekaj Pfaffenhofen Ende Februar 2023 im Pfarrheim Niederscheyern begrüßen. Anlass war die Vorstellung eines neuen Buches und die Präsentation einer Ausstellung über den Namensgeber des Vereins, den 1999 getöteten kosovarischen Nationalhelden Sali Çekaj.

Wie wohl alle Osteuropäer haben die Kosovo-Albaner einen ausgeprägten Nationalstolz. So prangte auch bei diesem Fest, das kurz nach dem 15. Unabhängigkeitstag des Kosovo gefeiert wurde, die albanische Fahne an der Wand und man ließ die kosovarische und die albanische Nationalhymne erklingen. Unter den Gästen waren auch der Generalkonsul des Kosovo in München, Afrim Nura, sowie die beiden Autoren des Buches über Sali Çekaj, Besnik Rraci und Dr. Sadik Krasniqi. Der Vereinsvorsitzende Gazmend Dashi konnte außerdem Sali Çekajs Bruder Smajl Çekaj und weitere seiner Familienangehörigen begrüßen, die in der Nähe von Stuttgart leben, sowie als Vertreter des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen die Vorsitzende Marita Emrich und ihren Amtsvorgänger Sepp Steinbüchler.

Die Wanderausstellung, die im Saal des Niederscheyerer Pfarrheims aufgebaut war, stammt aus dem Nationalmuseum des Kosovo in Pristina, wohin sie nach ihrer Tournee durch die Schweiz, Deutschland und Frankreich auch wieder zurückkehren wird. Auf großen Schautafeln zeigt sie viele Fotos aus dem Leben von Sali Çekaj und informiert über seine Familie und seinen Werdegang vom Juristen und Bürgermeister zum Kriegshelden im Kosovokrieg. Sali Çekaj war Kommandeur der Befreiungsarmee des Kosovo und wurde 1999 mit 43 Jahren in der Schlacht von Košare getötet. Konzipiert und zusammengestellt wurde die Ausstellung von den beiden Autoren Besnik Rraci und Dr. Sadik Krasniqi, die auch ihr Buch vorstellten, das sich in albanischer und englischer Sprache den „Patriotischen Aktivitäten des Nationalhelden Sali Çekaj“ widmet.

Wie wichtig den Kosovo-Albanern ihr Land und ihre Landsleute sind, zeigt der Pfaffenhofener Verein „Sali Çekaj“ bereits seit über 30 Jahren durch seine kulturellen und humanitären Aktivitäten. Aber auch Integration und interkulturelle Zusammenarbeit sind den Albanern in Pfaffenhofen große Anliegen, und so sind sie seit vielen Jahren wichtige Mitarbeiter im Internationalen Kulturverein. Das betonte auch Sepp Steinbüchler, der die Bedeutung von Frieden „unter uns Völkern in Europa“ hervorhob und den Albanern „für diesen Willen und die Freundschaft“ dankte.


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Bei der Buchvorstellung des albanisch-deutschen Kulturvereins (von links): Afrim Nura, der Generalkonsul des Kosovo in Bayern, der Vereinsvorsitzende Gazmend Dashi, die Buchautoren Besnik Rraci und Dr. Sadik Krasniqi, Osman Ferizi, ehemaliger Vorsitzender des Pfaffenhofener Vereins und jetzt Vorsitzender der Demokratischen Liga des Kosovo (LDK) in Deutschland, sowie Smajl Çekaj, der Bruder des kosovarischen Nationalhelden Sali Çekaj. Foto: E. Steinbüchler


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Lesung am 6.4.2023 zum Internationalen Tag der Sinti und Roma

Die Roma und Sinti in Deutschland, ihre Kunst, aber auch ihre Diskriminierung waren bereits vor einem Jahr Thema beim Internationalen Kulturverein Pfaffenhofen. Nach der erfolgreichen Ausstellung des Roma-Künstlers Alfred Ullrich in der Städtischen Galerie und dem Vortrag von Ilona Roché über die Geschichte der deutschen Sinti greift der Verein das Thema jetzt wieder auf: Anlässlich des Internationalen Tags der Sinti und Roma kommt Jovan Nikolić, einer der bedeutendsten Vertreter zeitgenössischer Roma-Literatur, zu einer Lesung nach Pfaffenhofen.


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Jovan Nikolić, © Grönert Kölner Stadt-Anzeiger


Unter dem Titel „Der Gast nirgendwoher“ liest Jovan Nikolić am Donnerstag, 6. April 2023 (zwei Tage vor dem eigentlichen Gedenktag der Roma und Sinti) um 19 Uhr im Festsaal des Rathauses. Der Internationale Kulturverein lädt dazu alle Interessierten bei freiem Eintritt ein. (mehr ...)


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Hinweis auf Messe für soziale Berufe

Wir möchten auf die „Messe für soziale Berufe“ am Samstag, 04.02.2023 von 10 Uhr bis 15 Uhr in der Georg-Hipp-Realschule Pfaffenhofen hinweisen. Ein Besuch könnte neue Perspektiven aufzeigen, auch für Personen mit Migrationshintergrund und ausreichenden Deutschkenntnissen.

Unter dem folgenden Link erreichen Sie den Flyer zur Messe (PDF-Dokument mit ca. 210 KB, Dateiname: Flyer_Messe_fuer_soziale_Berufe_04.02.2023.pdf) zum Herunterladen.


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Artikel der beiden Vorjahre

Beiträge, die in der Regel aus den beiden Vorjahren sind, finden Sie unter weitere Artikel (Fortsetzung).


Ältere Artikel

Noch ältere Artikel können im Archiv nachgelesen werden.

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