AK-Asyl

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Übersicht zum Arbeitskreis Asyl


Arbeitskreis Asyl (AK Asyl)


Projektträger und Einbindung in den Dachverein IKVP e.V.

AK Asyl als Arbeitskreis des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen e.V.

Der AK Asyl gründete sich Ende 2011 unter der Schirmherrschaft des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP) mit dem Ziel, Personen, die ehrenamtlich mit Asylbewerbern arbeiten oder arbeiten wollen, zu vernetzen und diese Arbeit mit den Möglichkeiten des IKVP zu unterstützen.

Der Arbeitskreis setzt sich augenblicklich aus mehr als 50 ehrenamtlich aktiven Personen zusammen (Stand Mai 2015), die entweder enge Kontakte mit einzelnen Asylbewerbern unterhalten, als Ansprechpartner für bestimmte Themen (wie Sprachförderung, Rechtliches, …) fungieren und/oder den AK koordinieren. Dabei unterhält der AK nicht nur enge Verbindungen mit dem IKVP, sondern auch mit anderen Vereinen, Institutionen und Gruppierungen, wie z.B. Amnesty International, dem MTV Pfaffenhofen, der Stadtjugendpflege und arabisch-sprechenden Mitbürgern, die die ehrenamtliche Arbeit in verschiedener Weise unterstützen.

Der AK Asyl trifft sich regelmäßig etwa alle 6 Wochen, um neue Mitarbeitende einzubinden, Informationen und Erfahrungen auszutauschen, Ideen und Probleme zu besprechen und die Arbeit zu koordinieren. Zusätzlich dient ein Email-Verteiler der Vernetzung. Alle wichtigen Informationen werden zudem von den Koordinatoren des AKs gesammelt und an diejenigen Mitarbeitenden weitergegeben, für die sie relevant sind.

Einbindung und Zusammenarbeit mit dem Dachverein Internationaler Kulturverein Pfaffenhofen e.V.

Der AK Asyl ist im Rahmen des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP) ein selbstständig arbeitender Kreis Ehrenamtlicher. Gleichzeitig ist der Arbeitskreis fest in der Organisation und den Gremien des Dachvereins IKVP integriert, u.a. ist die Leitung des Arbeitskreises auch Beiratsmitglied des Vereins.

Der Verein ist seit 2009 im Bereich Integration, Interkulturelle und Interreligiöse Arbeit in der Stadt Pfaffenhofen tätig. In ihm wirken auch andere Migrationsvereine der Stadt mit, genauso wie Bildungseinrichtungen, z.B. Volkshochschule, Katholische Erwachsenenbildung, Caritasmigrationsstelle, oder Vertreter der Stadt Pfaffenhofen (Integrationsbeauftragter, Leiterin der Stadtverwaltungssachstelle „Familie und Soziales“).

Der Verein hat schon mehrere Projekte über Jahre durchgeführt, u.a. Sprachförderprojekt für Migrationskinder an der Schnittstelle 4. Klasse Grundschule/höhere Schulen. Dabei wurde er auch von der Stadt Pfaffenhofen mehrere Jahre finanziell speziell gefördert.

Konzeption des AK Asyl und spezielle Projekte

Ziel des AK Asyl (bzw. seiner Mitglieder) ist es, Asylbewerbern die soziale und kulturelle Integration am Wohnort zu erleichtern sowie sie in rechtlichen Fragen und bei Behördengängen zu unterstützen. Die Mitglieder unterhalten entweder enge Kontakte mit einzelnen Asylbewerbern (entsprechend einer Patenschaft) und/oder engagieren sich in bestimmte Bereichen (wie Sprachförderung, Rechtliches, …).

Bei der sozialen Integration springen die Helfer des AK Asyl dort ein, wo den Beauftragten der Behörden Grenzen gesetzt sind, z.B.

- private Besuche in den Unterkünften in lockerer Atmosphäre, bei Tee und Konversation (z.T. "mit Händen und Füßen")

- Hilfe im Alltag, beim Ausfüllen von Formularen, Übersetzen von amtlichen Schreiben, Medikamentenbeipackzettel, oder Begleitung bei Arztbesuchen bzw. Behördengängen

oder wenn es um grundsätzliche Klärungen von Abläufen z.B. zwischen Behörden und Banken oder der Hausratsammelstelle geht.

Die Sprachförderung im weiteren Sinn als zentrales Instrument zur Integration nimmt im AK Asyl eine große Rolle ein, da eine gelungene Integration immer darauf basiert, dass Verständigung gelingt.

In diesem Sinne können vier Arbeitsbereiche/ Projekte des AK Asyl genannt werden, die für die Sprachförderung relevant sind:


1. Sprachförderung im engeren Sinn
Einzelne Mitglieder des AK geben einzelnen Asylbewerber bzw. Kleingruppen ehrenamtlich Deutschunterricht.


2. (Orientierungs-)Hilfen im Alltag
Gerade für neu angekommene Asylbewerber ist es wichtig, Regelungen und Gegebenheiten des neuen Wohnortes kennenzulernen. Dabei handelt es sich zum einen um relevante Abläufe wie Umgang mit Müll aber auch Orte, an denen kostengünstig eingekauft werden kann (wie Tafel , Kleiderkammer oder Hausratsammelstelle) oder öffentliche Orte, die genutzt werden können (wie Parks, öffentliche Fußballplätze, Spielplätze oder das Jugendzentrum). Mitglieder des AK Asyl vermitteln und zeigen den AsylbewerInnen diese Orte und Abläufe. Dabei werden neben relevantem Wortschatz wichtige sprachliche Gegebenheiten und Handlungsroutinen (wie z.B. Angabe der Öffnungszeiten, Preisverhandlungen auf Kinderbazaren) im praktischen Tun vermittelt. Da Pfaffenhofen eine Kleinstadt ist, stellen dabei längere Wege immer wieder ein Problem dar. So befindet sich z.B. die nächste Kleiderkammer in Schweitenkirchen, sechs Kilometer entfernt. Zwar nutzen die meisten Mitglieder des AKs ihre privaten PKWs für solche Fahrten, für den Transport von Kindern werden aber zusätzlich Kindersitze benötigt.


3. Herstellen von (Sprach-)Kontakten
Da Sprache am besten über Sprechen gelernt wird, versucht der AK, den Asylbewerbern zusätzlich zu den Kontakten mit den Mitgliedern möglichst viele Kontakte mit Deutschen zu bieten. Die wichtigste Rolle spielt der Sport: Allen Asylbewerbern wird über den MTV, der großzügigerweise auf den obligatorischen Mitgliedsbeitrag verzichtet, die Teilnahme an sportlichen Aktivitäten angeboten und ermöglicht.
Andere Vereine und Institutionen wie der Mobile e.V. ermöglichen den kostenfreien Zugang zu von Ihnen organisierten Veranstaltungen und der InterKulturGarten, initiiert und betrieben von Soziale Skulptur HALLERTAUER, steht auch den Asylbewerbern offen. Obwohl meist keine Eintritte bzw. Beiträge gezahlt werden müssen, stellt sich gerade beim Sport das Problem der Ausstattung der AsylbewerberInnen: So fehlen z.B. Sportkleidung (insbesondere geeignete Schuhe) etc.


4. Organisation von Ausflügen/Fahrten
Gemeinsame Ausflüge von Mitgliedern des AK und AsylbewerberInnen vermitteln neue Erlebnisse, bieten dadurch Sprechanlässe und vertiefen die Kontakte. Sie eignen sich auch gut dazu, neue Ehrenamtliche mit den AsylbewerberInnen in Kontakt zu bringen und Ihnen einen Eindruck von der Arbeit zu vermitteln.
Bisher konnte aufgrund der beschränkten bzw. nicht vorhandenen finanziellen Mittel des AKs nur ein Ausflug in großem Stil durchgeführt werden: Der IKVP ermöglichte eine Fahrt in den Tierpark Hellabrunn für ca. 30 Personen. Einzelne Mitglieder des AKs unternahmen und unternehmen immer wieder kleinere Ausflüge mit den von ihnen „betreuten“ Personen.


Alle o.g. Aktivitäten wurden und werden vom AK Asyl durchgeführt, wobei die Kosten für diese bisher – bis auf wenige Ausnahmen – von den Ehrenamtlichen selber getragen wurden. Dadurch wurden die Möglichkeiten in einigen Bereichen stark beschränkt, zudem sind durch die starke Zunahme der AsylbewerberInnen die Kosten so gestiegen, dass sie von den einzelnen Mitgliedern z.T. nicht mehr getragen werden können. Durch Fördermittel für 2014 konnte die Situation verbessert bzw. momentan entschärft werden. Für den 2. August 2014 ist daher bereits ein großes Begegnungsfest im InterKulturGarten geplant.


Tätigkeitsgebiet

Der AK Asyl beschränkt sich bei seiner Tätigkeit in erster Linie auf das Stadtgebiet Pfaffenhofen. Dies ist zum einen der Belastbarkeit der ehrenamtlichen Mitstreiter geschuldet und zum anderen dadurch gerechtfertigt, dass sich im Landkreis Pfaffenhofen weitere Arbeitskreise/Gruppen außerhalb des IKVP gebildet haben, die Asylbewerber und Flüchtlinge unterstützen.

Die Vernetzung all dieser Gruppen wird u.a. durch die Altivitäten von z.B. Caritas und Landratsamt gefördert.


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